Kopf-Illustration
 

Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

Waage

Stress lass‘ nach: achtsam sich selbst gegenüber

Der Beruf fordert, Einkaufen und Haushalt halten auf Trab und auch Familie und Freunde sollen nicht zu kurz kommen. Das Resultat: Viele Menschen fühlen sich gestresst – mit Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden. Eine Methode, die nachweislich den Stresslevel nach unten fährt, ist Achtsamkeitstraining. Die Neue Apotheken Illustrierte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe darüber.

Erlernen kann man eine achtsame Haltung durch Meditation. Schon in den 1970er-Jahren entwickelte Dr. Jon Kabat-Zinn von der Universitätsklinik in Worcester (USA) ein Programm, um Achtsamkeit zu erlernen, die sogenannte Mindfullness Based Stress Reduction (MBSR), zu Deutsch „achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“. Zu den typischen Meditationsübungen gehören zum Beispiel der Bodyscan, in dessen Verlauf man achtsam den eigenen Körper mit innerer Wahrnehmung, also in der Innenansicht, durchwandert, sowie Atem-, Sitz- oder Gehmeditationen. „Das Sitzen und Meditieren hilft uns, uns in unserem Körper zu verankern“, beschreibt Günter Hudasch, Achtsamkeitstrainer. Gedanken tauchen auf, Gefühle, Stimmungen oder Körperimpulse kommen und gehen wieder. „Wir üben, dies alles zu bemerken und nicht zu reagieren. Das macht uns am Ende gelassener, und wir können wählen, wie wir reagieren wollen.“

Dass sich Achtsamkeit positiv auf viele psychische Beschwerden auswirken kann, haben zahlreiche Studien bereits belegt. So können beispielsweise Depressionen und Ängste damit gelindert werden. Erst jüngst konnten Forscher der University of Bristol in Großbritannien erneut zeigen, dass sich durch eine achtsamkeitsbasierte Therapie die psychische Gesundheit von Studierenden verbesserte. Dies ging über das Erlernen von Strategien, mit deren Hilfe emotionale Schwierigkeiten besser bewältigt werden können, hinaus. Die Studierenden berichteten unter anderem, mit Arbeitsbelastung besser umgehen zu können.

Diabetes-Freizeit für Kinder

Tage voller Spiel, Spaß und Abenteuer, und nebenbei lernen die Kinder, selbstständig mit ihrem Diabetes umzugehen: Das bieten Feriencamps für Kinder mit Diabetes. Die Neue Apotheken Illustrierte war live dabei und bietet in ihrer aktuellen Ausgabe einen Einblick ins „Himmelfahrtscamp“ am Plöner See. Daran nahmen 28 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren aus Schleswig-Holstein, Bremen und Berlin teil, um am Wochenende rund um Christi Himmelfahrt mehr über sich und ihre Erkrankung zu erfahren und dabei jede Menge Spaß zu haben.

Rund 31 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind an Diabetes Typ 1 erkrankt. Gewöhnliche Dinge wie einfach mal bei einem Freund oder einer Freundin zu übernachten, an einem Wandertag teilzunehmen, ins Zeltlager zu fahren oder auf Klassenreise zu gehen, sind für die Betroffenen problematisch. Denn viele Lehrer und Erzieher scheuen sich, Verantwortung für ein chronisch krankes Kind zu übernehmen.

Schließlich muss von klein auf vor jeder Mahlzeit der Blutzucker gemessen und danach eine entsprechende Menge Insulin verabreicht werden, und das etwa 2 000-mal im Jahr. Auch wenn der Tag gut lief, kann der Blutzucker zum Beispiel nach ausgiebigem Toben auch nachts noch absacken und zu Unterzuckerungen führen. Das Radar bleibt also immer an. Kinderdiabetes bedeutet für die Familien eine unglaubliche Herausforderung. Durch das Feriencamp können Eltern oft nach langer Zeit mal wieder ohne nächtliches Blutzuckermessen einige Abende für sich genießen, mit der Gewissheit, dass Tochter oder Sohn gut versorgt sind.

Auch für alle, die nicht im hohen Norden leben, gibt es tolle Angebote: Eine Übersicht zu vielen Freizeiten in Deutschland und im benachbarten Ausland für Kinder und Jugendliche gibt es auf der Internetseite www.diabetes-kids-de. Einfach im Suchfenster „Freizeiten“ eingeben.

Erste Hilfe bei Vergiftungen

Vergiftungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Kein Wunder, sind doch im Prinzip alle Flüssigkeiten im Haushalt – angefangen vom Schnaps, Parfüm bis zu Reinigungsmitteln – ein potenzielles Ziel für experimentierfreudige Kinder. Und auch Tabletten und giftige Beeren im Garten sind in einem unbeobachteten Moment schnell geschluckt. Wie verhalten sich Eltern dann richtig? Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in der aktuellen Ausgabe Antwort.

Wenn die Eltern gesehen haben, was ihr Kind in den Mund gesteckt hat, können sie schnell reagieren und dem Rettungsdienst genaue Angaben zum Geschluckten geben. Waren die Eltern nicht dabei, können bestimmte Anzeichen auf eine Vergiftung hinweisen. Dazu gehören:

Bei Bewusstlosigkeit gilt es, den kleinen Patienten in die stabile Seitenlage zu bringen, Atmung und Herzschlag zu prüfen und den Rettungsdienst zu rufen. Beim Herz-Kreislauf-Stillstand beginnt man sofort mit der Wiederbelebung.

Wenn das Gift geschluckt wurde, kein Erbrechen auslösen! Je nach Art des Gifts könnte sonst die Speiseröhre noch mehr geschädigt oder Erbrochenes eingeatmet werden. Am besten bekommt der Patient etwas Tee oder stilles Wasser zu trinken, um die giftige Substanz zu verdünnen. Wurden schäumende Substanzen wie Spülmittel geschluckt, am besten nichts trinken, um das Schäumen nicht zu verstärken.

Die Giftnotrufzentralen, die es in ganz Deutschland gibt, können telefonisch über die richtigen Maßnahmen bei einer Vergiftung oder im Falle eines entsprechenden Verdachts beraten. Die Giftnotrufzentrale Berlin ist erreichbar unter Tel.: 030 19240. Alle weiteren Telefonnummern finden sich im Internet unter http://t1p.de/giftnotruf. In lebensbedrohlichen Situationen immer den Notruf 112 verständigen!

Richtig abnehmen

Ein paar Kilogramm weniger auf der Waage, das wünschen sich viele Menschen mit Diabetes. Der Weg ist nicht ganz einfach, aber er kann gelingen. Die Neue Apotheken Illustrierte Diabetes EXTRA hat in ihrer aktuellen Ausgabe verschiedene Trend-Diäten auf Tauglichkeit geprüft und nennt wesentliche Aspekte, wie man erfolgreich abnimmt.

Generell gilt: Um dauerhaft abzunehmen, ist es wichtig, sich mit der neuen Ernährungsweise wohlzufühlen. Nur so lässt sie sich durchhalten. Je weniger Verbote man sich auferlegt und je abwechslungsreicher das Essen ist, desto besser. Denn wenn jeden Tag etwa nur Reis oder Kohlsuppe auf den Tisch kommt, kann das auf lange Sicht nicht funktionieren. Einseitiges Essen steigert die Lust aufs Verbotene. Wer sich dagegen alles gönnt, was ihm schmeckt, hat gute Chancen, auf Dauer gesund Gewicht zu verlieren. Es kommt nur auf das richtige Maß an.

Reichlich zugreifen dürfen Abnehmwillige bei Lebensmitteln mit geringer Energiedichte, das heißt bei Essen, das pro Portion wenige Kalorien liefert. Dazu gehören vor allem Gemüse, Salat und auch das ein oder andere Stück Obst. Hülsenfrüchte und Fisch, aber auch fettarmes Fleisch liefern reichlich sättigendes Eiweiß und dürfen ebenfalls regelmäßig auf den Tisch kommen.

Beim Abnehmen scheint es kaum eine Rolle zu spielen, ob man eher an Fetten oder an Zucker und anderen Kohlenhydraten spart. Allerdings zeigt eine kohlenhydratreduzierte Ernährung für den Blutzuckerwert von Diabetikern gewisse Vorteile.

Die richtige Lebensmittelauswahl erleichtert es, Kalorien einzusparen. Experten empfehlen, etwa 500 Kilokalorien weniger am Tag aufzunehmen. Dies gelingt zum Teil schon, wenn man weniger zuckersüße Getränke trinkt. Immerhin liefert ein Glas Limonade oder Saft rund 100 Kalorien. Auch alkoholische Getränke enthalten viel Energie und bleiben daher besser eine Ausnahme. Reichlich zugreifen heißt es hingegen bei Wasser und ungesüßtem Tee – etwa 1,5 Liter täglich empfehlen Fachleute.

Zwei weitere wichtige Regeln: nicht nebenbei essen und langsam essen. So nimmt schon während der Mahlzeit das Hungergefühl ab.

Willkommen in den Wechseljahren

Eine Hormonersatztherapie wird heute bei Frauen in den Wechseljahren sehr differenziert eingesetzt und ihr Einsatz ist abhängig vom Ausmaß der Beschwerden. Sind Hitzewallungen, Schlafbeschwerden und trockene Haut lediglich mild ausgeprägt, kommen pflanzliche Helfer zum Einsatz. Die Neue Apotheken Illustrierte bietet in einem Titelbeitrag zum Thema Wechseljahre auch einen Überblick über die grüne Medizin in diesem Bereich.

Johanniskraut:
Hoch dosierte Extrakte der Heilpflanze wirken bei leichten bis mittelschweren Depressionen nachgewiesenermaßen stimmungsaufhellend.

Taubensilberkerze:
Extrakte der Heilpflanze zeigen eine östrogenartige Wirkung und können möglicherweise Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen lindern.

Baldrian, Hopfen & Passionsblume:
Baldrian-Extrakte gelten als sehr gut untersuchte pflanzliche Therapeutika gegen Schlafprobleme. In Kombination mit Hopfen- und Passionsblumen-Extrakten wirken sie wohltuend bei innerer Unruhe und Schlafproblemen.

Rotklee- & Sojapräparate:
Die enthaltenen pflanzlichen Östrogene werden mitunter zur Linderung leichter Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.

Sibirischer Rhabarber:
Inhaltstoffe eines Extraktes aus den Wurzeln dieser Pflanze sollen über ihre Wirkung auf Östrogen-Ankerstellen im Körper helfen, Wechseljahresbeschwerden zu vermindern.

Salbei:
Die Inhaltsstoffe der würzigen Pflanze können etwa in Form von Tabletten bei übermäßigem Schwitzen helfen.

Insulin, das Schlüsselhormon

Insulin spielt im Stoffwechsel eine echte Schlüsselrolle. Weil die Bauchspeicheldrüse von Diabetikern kein oder zu wenig Insulin produziert, wird Zucker als Energieträger nicht in die Körperzellen aufgenommen. Die Neue Apotheken Illustrierte bietet in ihrer aktuellen Ausgabe einen anschaulichen Überblick über das Insulin-Zucker-Zusammenspiel.

Wo kommt der Zucker her?
Wer Süßes, Obst, Nudeln oder Brot isst, nimmt Zuckerbausteine auf. Bei stärkehaltigen Lebensmitteln sind diese zu langen Ketten aufgereiht. Bei der Verdauung werden sie im Mund und Dünndarm gespalten, so dass am Ende einzelne Zuckerbausteine wie die Glukose vorliegen.

Warum wird Insulin gebildet?
Nach einer süßen oder stärkehaltigen Mahlzeit landet viel Glukose im Darm und wird ins Blut aufgenommen. Hohe Zuckerkonzentrationen regen die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an, Insulin zu bilden. Dieses wandert ebenfalls ins Blut. Das Insulin bildet sozusagen den Schlüssel, der dem Blutzucker die Tür zu den Zellen öffnet.

Wie wirkt Insulin?
Im Gehirn bewirkt Insulin, dass man sich satt fühlt. Übrigens ist es das einzige Organ, das das Insulin nicht braucht, um den Zucker aufzunehmen. Bei vielen anderen Körperzellen öffnet das Insulin die Pforten für den Zucker. So sinkt der Blutzuckerspiegel, und die Zellen bekommen Energie. Insulin hat aber noch andere Aufgaben: Es sorgt etwa dafür, dass Muskeln und Leber Zucker speichern. In den Fettzellen regt es an, dass Zucker in Fett umgewandelt wird. So stellt das Hormon sicher, dass auch noch genug Energie da ist, wenn der Mensch gerade nichts isst.

Was ist bei Diabetes anders?
Bei Typ-1-Diabetes bildet die Bauchspeicheldrüse kein Insulin, daher wird es in der Therapie gespritzt. Bei Typ-2-Diabetes produziert der Körper anfangs noch viel Insulin. Die Zellen in Muskeln und Organen reagieren aber nicht mehr ausreichend darauf – Ärzte sprechen von einer Insulinresistenz. Manche Medikamente verbessern die Schlüsselwirkung von Insulin an den Zellen.

Neues Gesundheitsgesetz verbessert Versorgung mit Hilfsmitteln

Das kürzlich in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) regelt weit mehr als die schnellere Vergabe von Arztterminen. So soll auch wieder die Qualität bei der Versorgung von Hilfsmitteln wie beispielsweise Inkontinenzprodukten, Bandagen oder Kompressionsstrümpfen im Vordergrund stehen. Die Neue Apotheken Illustrierte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von vorgesehenen Änderungen, die sich durch das Gesetz ergeben.

Im neuen Gesetz sieht Kai Kallbach, Bereichsleiter Arzneimittel und Hilfsmittel beim Deutschen Apothekerverband nun im Hilfsmittelbereich einen erfreulichen ersten Schritt in die richtige Richtung, der die Belange des Patienten wieder in den Mittelpunkt stellt. Denn bislang übten Krankenkassen einen starken Preisdruck durch Ausschreibungen aus. Dies ist künftig verboten. „Statt Ausschreibung mit exklusiver Zuschlagserteilung für einzelne Leistungserbringer steht künftig jedem Leistungserbringer – und damit vor allem auch wieder jeder Apotheke − die Versorgung der Patienten mit hochwertigen Hilfsmitteln offen“, erklärt Kallbach. Nun darf die Apotheke wieder selbst entscheiden, ob sie einem Vertrag zur Versorgung mit Hilfsmitteln beitreten möchte. „Die Versorgung von Hilfsmitteln und Arzneimitteln kann also wieder aus einer Hand erfolgen, mit der Fachkunde des Apothekers als Heilberufler.“

Der Hilfsmittelexperte nennt ein Beispiel aus der Praxis: „Eltern, bei deren kleinem Kind sich am Wochenende die Atemwege mit Schleim zugesetzt haben und die dringend ein Inhalationsgerät benötigen, durften bei ausgeschriebenen Inhalationsgeräten bisher nicht wohnortnah durch die Apotheke versorgt werden. Dies war allein dem exklusiven Ausschreibungsgewinner vorbehalten. Diese Zeiten sind nun zum Glück vorbei.“

Reventlow-Apotheke • Telefon: 040/89 50 44 • E-mail: info@reventlow-apotheke.deDatenschutzerklärungImpressum