Kopf-Illustration
 

Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

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Lebensmittel im Check: So gesund ist Ihr Essen wirklich

Manche Lebensmittel gelten als Superfood, andere haben seit Jahren einen schlechten Ruf. Was ist dran an den Mythen rund um gesundes Essen? Die Neue Apotheken Illustrierte macht in der aktuellen Ausgabe den Faktencheck von sechs Lebensmitteln. Wie steht es etwa um den Gesundheitswert des derzeit gehypten Kokosöls?

Es findet seinen Weg in immer mehr Supermarktregale und Speisekammern – Kokosöl ist angesagt. Das liegt zum einen an seinem unverwechselbaren exotischen Geschmack und zum anderen an Aussagen, die das Öl als besonders gesund preisen. So soll es unter anderem den Cholesterinwerten zugutekommen, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und beim Abnehmen helfen.

Kokosöl stammt übrigens wie das feste, seit Jahren als Frittierfett bekannte Kokosfett, aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Während Kokosfett in einem längeren Verarbeitungsprozess entsteht und am Ende fast neutral schmeckt, wird Kokosöl nur schonend gepresst und behält sein Aroma. Das cremige Produkt wird schon bei etwa 25 Grad Celsius flüssig.

Bewertung: Die angeblich gesundheitlichen Effekte von Kokosöl sind wissenschaftlich kaum gesichert. So erhöht Kokosöl zwar das gute HDL-Cholesterin, gleichzeitig aber auch das schlechte LDL-Cholesterin. Dass es beim Abnehmen hilft, konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Es gilt als unproblematisch, Kokosöl gelegentlich zum Kochen zu verwenden. Besser fährt man laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung aber weiterhin mit einem Mix aus Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Orale Antidiabetika: kleine Pillen, große Wirkung

Nach der Diagnose Typ-2-Diabetes bekommen viele Betroffene sogenannte orale Antidiabetika verschrieben. Welche Tabletten Patienten am häufigsten einnehmen und wie sie wirken, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Arzneistoffen, die helfen, den Blutzucker zu senken, darunter so genannte SGLT-2-Hemmer, Glitazone, GLP-1-Analoga und andere. Ein Klassiker, das Metformin, kommt seit etwa 60 Jahren zur Behandlung des Diabetes zum Einsatz. Rund 80 Prozent aller Menschen mit Diabetes in Deutschland bekommen heutzutage Metformin verschrieben. Es ist damit das mit Abstand am häufigsten verabreichte Diabetes-Medikament.

An Platz zwei folgen die relativ neuen DPP-4-Hemmer. SGLT-2-Hemmer liegen auf Platz 3. Die Verschreibungshäufigkeit von Sylfonylharnstoffen ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gesunken; sie kommen an vierter Stelle. Bei Letzteren besteht die Gefahr von Unterzuckerungen. Der Arzt verschreibt sie beispielsweise Patienten, die Metformin nicht vertragen.

Laut der Datenanalyse deutscher Diabetesregister gibt es regionale Unterschiede in der geschätzten Verschreibungshäufigkeit einzelner Wirkstoffgruppen. So verordnen Ärzte in Norddeutschland und Thüringen häufiger GLP-1-Analoga als in anderen Bundesländern. SGLT-2-Hemmer kommen in Bayern, Hessen, Thüringen und Schleswig-Holstein häufiger auf das Rezept als in anderen Regionen.

In der Regel verschreibt der Arzt zu Anfang der Diabetes-Therapie einen Wirkstoff. Lässt sich der Blutzucker damit allein nicht (mehr) regulieren, kommt häufig ein zweites Medikament oder auch Insulin hinzu.

Notdienstnetz: Der schnellste Weg zum Medikament

Mit dem Rezept in die Apotheke und sein Medikament abholen, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Das klingt einfach. Doch dahinter steckt eine enorme Logistik. Wie funktioniert konkret der Nacht- und Notdienst von Deutschlands Apotheken? Die Neue Apotheken Illustrierte informiert in ihrer aktuellen Ausgabe.

Über 19 000 Betriebsstätten, davon 1 300 abwechselnd im Notdienst – so sieht das Apothekennetz in Deutschland aus. In einem zweistufigen System sorgen Apothekerorganisationen für einen stets aktuellen Datenbestand. Die 17 regionalen Apothekerkammern aktualisieren permanent die Daten der öffentlichen Apotheken in ihrem jeweiligen Bundesland. Auf Bundesebene fügt die Bundesapothekerkammer diese Daten zusammen. Dieser Datenpool ist im Hinblick auf Aktualität und Richtigkeit den Informationen aus gängigen Internetsuchmaschinen weit überlegen ist.

Und wie kommt der Patient an die Informationen? Eine Möglichkeit ist das Internet. Unter www.aponet.de finden Interessierte die nächstgelegene Apotheke, die Nach- oder Notdienst hat. Eine Karte unterstützt sie dabei zusätzlich. Mehr als 13 Millionen Mal klickten im vergangenen Jahr Interessierte diesen Service an. Für Smartphone und Tablets gibt es die Apothekenfinder-App. Sie lässt sich kostenlos aus den bekannten Stores herunterladen und eignet sich für die gängigen Gerätetypen.

Der Apothekenfinder steht auch ohne Internetverbindung überall in Deutschland zur Verfügung, zum Beispiel über das Handy. Einfach ohne Vorwahl die 22833 anrufen oder eine SMS mit der Postleitzahl des aktuellen Aufenthaltsortes schicken. Per Ansage beziehungsweise Antwort-SMS erhält man die benötigten Informationen. Die Kosten belaufen sich auf 69 Cent pro Minute beziehungsweise SMS. Auch über die kostenfreie Festnetznummer 0800 00 22833 erreichen Interessierte den Service rund um die Uhr.

Gemeinsam stark gegen Diabetes

Diabetes ist keine ansteckende Krankheit. Trotzdem betrifft sie nicht nur das eigene Leben, sondern auch das von Familienangehörigen und Freunden. Die Neue Apotheken Illustrierte DIABETES extra informiert, wie Angehörige angemessen unterstützen können und welche weiteren Hilfsangebote es im Umgang mit der Erkrankung gibt.

Für gewöhnlich hadern Menschen nach der Diagnose Diabetes erst einmal mit ihrem Schicksal. Angehörige sollten ihnen deshalb Raum für ihre Trauer und Wut geben – und ihnen versichern, dass sie weiter fest zu ihnen halten. Dabei hilft es, wenn sie den Diabetes als gemeinsame Herausforderung betrachten. Wer sagt denn, dass Menschen mit Diabetes die vielen Textaufgaben zur Berechnung ihrer Kohlenhydrate immer allein lösen müssen? Zusammen macht das Kopfrechnen gleich viel mehr Spaß!

Gleiches gilt auch für Sport und Bewegung. Ein ausgedehnter Spaziergang oder eine kleine Fahrradtour müssen schließlich keine lästige Pflichtaufgabe sein – vor allem nicht, wenn man gemeinsam draußen unterwegs ist. Positiver Nebeneffekt: Sich miteinander in der Natur zu bewegen, bringt Paare einander häufig wieder näher.

Apropos Gespräch: Niemand kann in den Kopf eines anderen hineinschauen und erraten, was darin gerade vor sich geht. Ist es Sorge wegen eines zu hohen Blutzuckerwertes? Angst vor dem nächsten Quartalstermin beim Diabetologen? Oder Ärger über den unangemessenen Spruch eines Kollegen? Menschen mit Diabetes und ihren Angehörigen empfiehlt es sich, offen über alles zu sprechen, was die Erkrankung betrifft: auch wobei sie sich Unterstützung wünschen – und in welche Dinge sich ihr Umfeld besser nicht einmischen sollte.

Mittlerweile gibt es auch Schulungen beziehungsweise einzelne Module im Rahmen von Diabetesschulungen, die sich speziell an Angehörige richten. Sie vermitteln zum einen praktische Kenntnisse, etwa wie man im Fall einer Unterzuckerung schnell helfen kann. Aber auch psychologische Themen nehmen breiten Raum ein. So gibt es etwa Tipps, wie beide Partner ihre Erwartungen und Wünsche offen und vorwurfsfrei artikulieren können. Häufig werden die Gesprächstechniken gleich in Rollenspielen eingeübt. Nicht alle Diabetespraxen weisen ihre Patienten selbst auf diese Angebote hin. Deshalb lohnt es sich, nachzufragen.

Pflanzenkunde vereint Tradition und High-Tech

„Heutzutage kommen Arzneipflanzen beziehungsweise ihre Blätter, Blüten oder Wurzeln oft nicht mehr in ihrem Urzustand zur Anwendung. Es sei denn, man brüht sich einen Tee auf“, erklärt Robert Fürst, Professor für Pharmazeutische Biologie an der Goethe-Universität Frankfurt in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten. In Fertigpräparaten aus der Apotheke, bei denen eine nachprüfbare Wirksamkeit gefordert ist, sind die Pflanzen meist in Form eines Auszugs enthalten, auch Extrakt genannt.

Für einen solchen Pflanzenauszug nutzen die Hersteller eigene Rezepte: Eine bestimmte Menge der getrockneten Pflanze wird mit einer genau definierten Menge Lösungsmittel behandelt, das die wirksamen Substanzen aus der Pflanze aufnimmt. Der Extrakt wird dann entweder direkt in flüssiger oder eingedickter Form weiterverwendet, oder man entfernt die Flüssigkeit komplett und erhält einen sogenannten Trockenextrakt. Dieser lässt sich dann zum Beispiel zu Tabletten verarbeiten. Fürst: „Die genauen Bedingungen der Extraktion, also beispielsweise die Temperatur des Auszugsmittels oder die Extraktionsdauer und das verwendete technische Verfahren, sind ein streng gehütetes Firmengeheimnis und können in bestimmten Fällen sogar patentiert werden.“

Die speziellen Extrakte der verschiedenen Heilpflanzen machen die Pflanzen häufig erst zu einem Arzneimittel.

Guten Flug – Fernreisen mit Diabetes

Diabetiker müssen nicht auf Traumurlaubsziele in der Ferne verzichten. Dank guter Vorbereitung lassen sich auch Langstreckenflüge gut überstehen. Die Neue Apotheken Illustrierte hat die besten Tipps dazu in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Erste wichtige Frage: Was kommt ins Handgepäck, was lässt sich in Koffer und Taschen aufgeben? Auf Flugreisen nehmen Diabetiker am besten all ihre Utensilien wie Insulin, weitere Arzneimittel, Teststreifen und Messgeräte mit an Bord. Es besteht das Risiko, dass das Gepäck verspätet am Zielort oder auch gar nicht ankommt.

Bei den strengen Sicherheitskontrollen an den Flughäfen fallen spitze Gegenstände wie Pens, Spritzen und Lanzetten gleich auf. Dem hilft eine ärztliche Bescheinigung, am besten auch in Englisch und der jeweiligen Landessprache, die den Medikamentenbedarf bescheinigt. Auch ein internationaler Diabetiker-Ausweis bietet Vorteile. Er enthält in mehreren Sprachen alle wichtigen Gesundheitsdaten. Er bietet gerade im Notfall dem medizinischen Personal eine gute Übersicht über den Gesundheitszustand. Ein Muster-Exemplar findet sich auf der Internetseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Der Aufenthalt an Bord bietet für einige Medikamente keine idealen Temperaturen. Für Insulin und GLP-1-Agonisten wie Dulaglutid oder Semaglutid liegt der empfohlene Bereich zur Lagerung zwischen zwei und acht Grad Celsius. Hierfür eignen sich spezielle Kühltaschen für Medikamente. Die Arzneistoffe sollten dabei nie direkt mit dem Kühlakku in Kontakt kommen. Diese dafür einfach in ein Handtuch wickeln.

Ebenfalls eine Herausforderung: die Zeitverschiebung. Bei Flügen nach Westen, etwa in die USA oder nach Südamerika, verlängert sich der Reisetag. Deswegen gilt die Faustregel, die Dosis des Basisinsulins zu erhöhen. Bei einem Flug nach Osten, etwa nach Indien oder Thailand, verkürzt sich dagegen der Reisetag. Die Dosis also reduzieren. Für den Rückflug gilt jeweils der umgekehrte Fall. Nach der Ankunft alle Uhren auf die Ortszeit umstellen und die Zeit im Blick behalten. Generell empfiehlt es sich, vor einer Reise mit Zeitverschiebung mögliche Fragen mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Datenbank für Arzneimittel

Apotheker sind die Spezialisten für Arzneimittelfragen. Aber selbst sie stoßen manchmal bei zehntausenden Arzneimitteln an ihre Grenzen. Hier hilft ihnen eine spezielle Datenbank. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt in ihrer aktuellen Ausgabe das „Arzneimittel-Alles-Wisser-System“ vor.

Um arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen, zu bewerten und vor allem zu lösen, nutzen die Apotheken die sogenannte ABDA-Datenbank. Dahinter steckt ein umfassendes Informationssystem des apothekereigenen ABDATA Pharma-Daten-Service. Dieses System steht deutschlandweit einheitlich in allen öffentlichen Apotheken zur Verfügung. Es bietet wertvolle digitale Unterstützung in der persönlichen Arzneimittelberatung. Abgestufte Meldungen warnen, welche Arzneimittel man besser nicht miteinander kombiniert beziehungsweise was bei gleichzeitiger Gabe zu beachten ist. Auch Krankenhäuser und Arztpraxen nutzen mittlerweile diese Informationen.

Die Datenbank ständig auf dem aktuellen Stand zu halten, daran arbeiten mehr als 40 pharmazeutische Fachkräfte das ganze Jahr. Sie sammeln die weltweit verfügbaren Informationen zu allen in Deutschland zugelassenen Fertigarzneimitteln und vielen weiteren, in Apotheken vertriebenen Artikeln. Zudem bewerten sie diese und speisen die Informationen in das System ein.

Alle Inhalte der Datenbank werden regelmäßig 14-tägig aktualisiert. Wichtige Meldungen zur Arzneimittelsicherheit stehen bei Bedarf sogar mehrmals täglich zur Verfügung. Die Apotheken greifen auf diese aktualisierten Informationen rasch zurück – zum Wohle der Patienten.

So bleibt Diabetiker-Haut gesund

Sie wird trocken und bekommt Risse: Die Haut, wichtige Schutzhülle des Körpers, leidet sicht- und fühlbar unter dem Diabetes. Doch dagegen kann man etwas tun. Die Neue Apotheken Illustrierte Diabetes extra hat bei einer Expertin nachgefragt.

Die trockene Haut muss mit einer Creme geschützt werden. „Reines Öl oder Vaseline sollten Diabetiker aber besser meiden. Beides legt sich wie ein Film über die Haut, die darunter nicht mehr richtig atmen kann“, erklärt Dr. Stephanie Panthel, Dermatologin in Düsseldorf. Besser sind Zubereitungen mit folgenden Wirk- und Hilfsstoffen.

Urea, auch Harnstoff genannt, bindet die Feuchtigkeit in der Haut und hält sie dadurch geschmeidig. Der Wirkstoff, der synthetisch hergestellt wird, kann auch Hornhaut lösen. Empfehlenswert für Diabetiker: Körperlotionen mit zehnprozentigem Ureagehalt.

Nachtkerzenöl wird aus den Samen der Nachtkerze gewonnen. Es wirkt feuchtigkeitsregulierend und beruhigt gereizte, juckende Haut.

Allantoin gilt als wundheilungsfördernd und verträglich. Es mildert Hautirritationen.

Glycerin soll gegen trockene, rissige und juckende Haut helfen, indem es in die Haut eindringt und sich zusätzlich wie ein leicht öliger Schutzfilm auf die Oberfläche legt. So verhindert es, dass Feuchtigkeit entweicht. Die Haut wirkt glatter, gesünder und bleibt elastisch.

Milchsäure reguliert als Bestandteil des hauteigenen Säureschutzmantels den physiologischen pH-Wert und kontrolliert so die bakterielle Besiedlung der Haut. Sie ist ein guter Feuchtigkeitsspender und kann Hornhaut lösen.

Wenn trockene Diabetikerhaut dazu neigt, stark zu jucken, rät die Dermatologin zu einer Pflegelotion mit Polidocanol: „Dieser Wirkstoff betäubt die Hautoberfläche leicht und kann den Juckreiz lindern.“

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