Kopf-Illustration
 

Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

Waage

Gesund mit Hund

Forscher nahmen verschiedene Hundesorten wie Dackel, Terrier oder Golden Retriever genauer unter die Lupe. Unter anderem testeten sie den Einfluss der Vierbeiner auf das Wohlbefinden von Frauchen und Herrchen. Die Wissenschaftler kamen zu teils spektakulären Ergebnissen. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt sie in ihrer aktuellen Ausgabe vor.

Hunde helfen, altersbedingte Beeinträchtigungen und Krankheiten hinauszuschieben. Die Gründe dafür vermutet man darin, dass Tiere von einer schlechten Befindlichkeit ablenken, dass sie aber auch dabei helfen, sich mit Krankheiten eher positiv auseinandersetzen. Tiere geben dem Tag Struktur.

Man weiß außerdem, dass Geliebtwerden einen der wichtigsten Faktoren für die Gesundheit darstellt. Hunde lieben hingebungsvoll und bedingungslos. Diese Tiere bewerten und urteilen nicht, sondern nehmen Menschen, wie sie sind. Das Tier bemerkt die Beeinträchtigung seines menschlichen Partners nicht. Wenn es jetzt länger dauert, bis die Futterbüchse geöffnet und das Essen im Napf ist, wartet es, und seine Dankbarkeit wird nicht geringer. Und die Zuwendung durch das Tier ist unabhängig vom Sozialstatus.

Auch organische Zusammenhänge tun sich auf: Vor allem das Herz-Kreislauf-System profitiert. Ein Hund hält den älteren Menschen in Bewegung. Das aktiviert und stabilisiert zugleich. Ein Spaziergang mit dem Hund an der frischen Luft ist ein vitaler Gewinn, und das Bücken zum Futternapf eines Tieres hält beweglich. Das Beobachten von Tieren, Streicheln und Körperkontakt unterstützen den Abbau von Aggressionen und helfen bei der Stressbewältigung. Die Stressverminderung ist messbar in Form eines niedrigeren Blutdrucks und Cortisolspiegels im Vergleich zu Menschen unter ähnlichen Lebensumständen ohne Tierkontakt. Das ist vielfach belegt.

Hundebesitzer halten ihr Tier für ein Glück, weil es von Schmerzen und Einsamkeit ablenkt. Es regt zum Reden und zum Lachen an, erlaubt Fürsorge und Zärtlichkeit. Zudem hält es Bedürfnisse wach, die im Alter gewöhnlich allmählich verkümmern, und es hellt den mitunter grauen Heim-Alltag auf. Man ist wieder gefordert, und es entwickelt sich mit steigender Zufriedenheit ein neuer Sinnbezug für das eigene Leben.

Diabetes: Gemeinsam stark durch Selbsthilfe

Selbsthilfe hat für viele ein etwas angestaubtes Image; unweigerlich denkt man an Stuhlkreise. Doch Selbsthilfeorganisationen gerade im Bereich Diabetes bieten viel mehr. Die Neue Apotheken Illustrierte informiert in ihrer aktuellen Ausgabe, inwiefern Mitglieder von einer Selbsthilfeorganisation profitieren.

Selbsthilfeorganisationen bieten eine Menge Vorteile. „Unser Ziel besteht darin, die Lebensqualität der Betroffenen selbst und ihrer Familien zu verbessern, über die Erkrankung aufzuklären und politisch an Entscheidungen im Gesundheitswesen mitzuwirken.“ So fasst Judith Krämer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), die Motivation zusammen. Ähnliche Ziele verfolgen auch andere Selbsthilfe-Dachverbände in Deutschland.

Viele Informationen, die Selbsthilfeorganisationen bereitstellen, lassen sich auch ohne Mitgliedschaft nutzen, gerade im Internet. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Angebots. „Eine Vollmitgliedschaft bietet beispielsweise ein Anrecht auf Rechtsberatung, Rabatte auf Diabetes-Zeitschriften und Anmeldegebühren für Ferienfreizeiten sowie die persönliche Mitgliederbetreuung in den Landesverbänden“, erklärt Krämer.

Schließt man sich einer Selbsthilfegruppe an, spielt in den Gruppentreffen der persönliche Austausch, Hilfestellung und die gegenseitige Motivation eine große Rolle. Menschen mit Diabetes können Gleichgesinnte treffen und erleben, dass sie mit ihrer Erkrankung nicht allein sind. Schon dies hilft oft, mit dem Diabetes besser klarzukommen.

In vielen Gruppen bleiben die Betroffenen nicht nur unter sich. Ein wichtiger Bestanteil der Treffen bilden etwa Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen. Dabei kommen Ärzte und Diabetes-Beraterinnen genauso zu Wort wie Ernährungsberater oder Vertreter aus der Pharmaindustrie.

Sicher versorgt auch im Ausnahmezustand

Patienten erhalten in ihrer Hausapotheke immer ihre notwendigen Arzneimittel – auch bei Stürmen, starken Schneefällen und Hochwasser. Das versichert Dr. Thomas Wellenhofer, Apotheker aus Freilassing und stellvertretender Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks Berchtesgadener Land in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

„Apotheken spielen im Katastrophenfall eine wichtige Rolle. Denn sie müssen über einen Notfallvorrat an Arzneimitteln verfügen, der mindestens eine Woche lang reicht. Zudem bieten sie über den Nacht- und Notdienst eine Versorgung rund um die Uhr“, informiert Wellenhofer, der schon mehrere Jahrzehnte dem THW angehört.

„Denken Sie nur an die Überschwemmungen der vergangenen Jahre, an die schweren Stürme oder an die starken Schneefälle im zurückliegenden Winter. Es gab keine Engpässe bei Medikamenten“, listet Wellenhofer das Leistungsspektrum von Apotheken im Unglücksfall auf. Allerdings glaubt er, dass Patienten die Bedeutung des flächendeckenden Versorgungsnetzes der Apotheken unterschätzen.

Anders bei den Experten: „Bei den Katastrophenschützern haben die Apotheken ein ganz anderes Standing. So sieht der THW-Präsident Albrecht Broemme uns als Leuchttürme in der Versorgung der Bevölkerung, ob im Alltag oder im Ausnahmefall.“

Richtig abnehmen

Ein paar Kilogramm weniger auf der Waage, das wünschen sich viele Menschen mit Diabetes. Der Weg ist nicht ganz einfach, aber er kann gelingen. Die Neue Apotheken Illustrierte Diabetes EXTRA hat in ihrer aktuellen Ausgabe verschiedene Trend-Diäten auf Tauglichkeit geprüft und nennt wesentliche Aspekte, wie man erfolgreich abnimmt.

Generell gilt: Um dauerhaft abzunehmen, ist es wichtig, sich mit der neuen Ernährungsweise wohlzufühlen. Nur so lässt sie sich durchhalten. Je weniger Verbote man sich auferlegt und je abwechslungsreicher das Essen ist, desto besser. Denn wenn jeden Tag etwa nur Reis oder Kohlsuppe auf den Tisch kommt, kann das auf lange Sicht nicht funktionieren. Einseitiges Essen steigert die Lust aufs Verbotene. Wer sich dagegen alles gönnt, was ihm schmeckt, hat gute Chancen, auf Dauer gesund Gewicht zu verlieren. Es kommt nur auf das richtige Maß an.

Reichlich zugreifen dürfen Abnehmwillige bei Lebensmitteln mit geringer Energiedichte, das heißt bei Essen, das pro Portion wenige Kalorien liefert. Dazu gehören vor allem Gemüse, Salat und auch das ein oder andere Stück Obst. Hülsenfrüchte und Fisch, aber auch fettarmes Fleisch liefern reichlich sättigendes Eiweiß und dürfen ebenfalls regelmäßig auf den Tisch kommen.

Beim Abnehmen scheint es kaum eine Rolle zu spielen, ob man eher an Fetten oder an Zucker und anderen Kohlenhydraten spart. Allerdings zeigt eine kohlenhydratreduzierte Ernährung für den Blutzuckerwert von Diabetikern gewisse Vorteile.

Die richtige Lebensmittelauswahl erleichtert es, Kalorien einzusparen. Experten empfehlen, etwa 500 Kilokalorien weniger am Tag aufzunehmen. Dies gelingt zum Teil schon, wenn man weniger zuckersüße Getränke trinkt. Immerhin liefert ein Glas Limonade oder Saft rund 100 Kalorien. Auch alkoholische Getränke enthalten viel Energie und bleiben daher besser eine Ausnahme. Reichlich zugreifen heißt es hingegen bei Wasser und ungesüßtem Tee – etwa 1,5 Liter täglich empfehlen Fachleute.

Zwei weitere wichtige Regeln: nicht nebenbei essen und langsam essen. So nimmt schon während der Mahlzeit das Hungergefühl ab.

Blutdruck: gute Werte, langes Leben

Die Hälfte aller Herzinfarkte und Schlaganfälle ließe sich vermeiden, wenn man den Blutdruck rechtzeitig auf gesunde Werte senken würde. Welche Werte sind anzustreben? Die Neue Apotheken Illustrierte klärt in ihrer aktuellen Ausgabe auf.

Grundsätzlich rät eine aktuelle europäische Behandlungsleitlinie, bei Menschen mit oberen Blutdruckwerten über 140 mmHg und unteren Werten von mehr als 90 mmHg zu einer Behandlung. Das gilt bereits, wenn nur einer der Werte dauerhaft zu hoch liegt. Bei Patienten im Alter von über 80 Jahren allerdings empfiehlt die Leitlinie die Therapie erst bei oberen systolischen Werten von mehr 160 mmHg.

Das erste Behnandlungsziel ist, den Blutdruck bei allen Patienten unter 140/90 mmHg zu senken. Sofern der Patient die Therapie gut verträgt, wäre es empfehlenswert, Werte von 130/80 mmHg oder niedriger anzustreben. Für den unteren, diastolischen Wert gilt das genauso auch bei älteren Menschen über 65 Jahre. Beim oberen Blutdruck begnügt man sich aber bei ihnen mit einem Zielwert von 130 bis 139 mmHg.

Im Einzelnen sollten die Behandlungsziele bei älteren Menschen in Absprache mit dem Arzt sorgfältig festgelegt werden. Erst kürzlich zeigte eine Berliner Studie, dass betagte Patienten über 80 und herzkranke ältere Menschen allzu ehrgeizige Senkungen des oberen, systolischen Blutdruckwertes auf unter 130 mmHg nicht gut vertragen, hier war das Sterberisiko sogar erhöht. Allerdings galt das auch für deutlich zu hohe Blutdruckwerte.

Update BE/KE

Für insulinpflichtige Diabetiker geht es nicht ohne: Sie müssen lernen, die Menge des Kohlenhydratgehaltes eines Lebensmittels schätzen zu lernen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in ihrer neuen Ausgabe wichtige Informationen zu BE und KE.

BE und KE bilden ein Maß für den Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels. Wer Insulin spritzt, braucht diese Angabe, um die nötige Insulindosis zu berechnen, damit der Blutzucker nicht außer Kontrolle gerät. Auch für Menschen, die Sulfonylharnstoffe einnehmen, kann die Rechengröße sinnvoll sein.

Eine KE entspricht 10 Gramm Kohlenhydraten, die ältere Einheit BE wiederum 12 Gramm Kohlenhydraten.

Beim Arzt oder in der Diabetes-Schulung gibt es Tabellen, die angeben, wie viel Gramm oder welches Küchenmaß eines Lebensmittels einer BE/KE entspricht. Diese Tabellen erleichtern den Alltag.

Durch Abwiegen von Lebensmitteln und Lesen der Nährwerttabellen lassen sich BE/KE berechnen.

Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, etwa anderthalb bis zwei Stunden nach dem Essen den Blutzuckerwert zu bestimmen.

Insektenstiche: Erste Hilfe aus der Apotheke

Stechende Insekten wie Mücken, Bremsen oder Wespen begleiten uns vielerorts durch den Sommer. Welche Hilfe die Apotheke gegen die Beschwerden durch Insektenstiche bereithält, verrät Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Alle Insektenstiche haben eines gemeinsam: Geraume Zeit nach dem Einstich fangen sie an, unerträglich zu jucken. Leicht gerät man in einen „Juck-Kratz-Teufelskreis“, der die Beschwerden nur potenziert. Außerdem steigt durch Kratzen die Infektionsgefahr; Bakterien könnten dabei in die Wunde gelangen. Deshalb empfiehlt Apotheker Münch, die Einstichstelle sofort zu kühlen. Das verhindert auch, dass sich die Giftstoffe ausbreiten. Geeignet sind Cold-Packs, die mit einem dünnen Tuch umwickelt werden, Kompressen mit essigsaurer Tonerde oder verdünntem Isopropylalkohol. Eine frisch angeschnittene Zwiebel oder Honig haben den gleichen Effekt.

Den Stich örtlich mit von konzentrierter Wärme zu behandeln, ist eine gute Möglichkeit, Juckreiz und Schmerz zu verhindern, sagt Münch. Möglich ist das mithilfe eines elektrischen, stiftförmigen Gerätes, das direkt nach dem Stich für drei bis fünf Sekunden auf die Haut gedrückt wird. Dabei werden lokal Temperaturen zwischen 50 und 53 Grad Celsius erzielt, was die Bestandteile des Insektengiftes zersetzen soll.

Antiallergische Gele oder Cremes mit Bamipin, Dimetinden, Clemastin oder Chlorphenoxamin wirken abschwellend und sind auch für die sofortige Selbstbehandlung eines Insektenstichs geeignet. Gelgrundlagen oder Roll-on-Stifte wirken zusätzlich kühlend – erst recht, wenn man sie im Kühlschrank lagert. Zubereitungen mit 0,25 oder 0,5 Prozent Hydrocortison nehmen die Entzündung, eignen sich aber nicht für Kinder unter sechs Jahren.

Münch rät zum Arztbesuch, wenn ein Stich länger als drei Tage wehtut, wenn er eitert, man sich krank fühlt oder die Lymphknoten geschwollen sind. Wenn man in den Mund- oder Rachenraum gestochen wurde, ist der sofortige Arztbesuch erforderlich. Denn eine Schwellung kann dort zu Atemnot führen.

Außerdem in diesem Heft: Blutdruck: gute Werte, langes Leben +++ Update BE/KE +++ Gesunde Durstlöscher

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