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Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

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Psyche in Not: Volkskrankheit Depressionen

Depressionen scheinen eine Art Volkskrankheit geworden zu sein. Jeder fünfte bis sechste Mensch macht im Laufe seines Lebens eine depressive Phase durch. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen Experten befragt, wie Betroffene und Ihre Angehörigen kompetente Hilfe erhalten.

Für Professor Dr. Arno Deister, den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, steht eine wichtige Botschaft im Vordergrund: „Eine Depression ist etwas ganz anderes als die Erfahrung, deprimiert zu sein. Es handelt sich um eine Krankheit, die man auch nicht einfach wieder loswerden kann, ohne etwas zu tun.“ Denn es liegt wirklich etwas im Argen, und zwar im Gehirn: „Das Gehirn ist nicht kaputt, aber seine Funktion ist gestört. Das lässt sich beheben, aber es funktioniert nicht von selbst. Man muss etwas dafür tun und die Erkrankung behandeln“, erklärt Deister.

Ein Hindernis dafür ist häufig, dass Menschen glauben, selbst an ihrer Situation schuld zu sein. Doch Patienten können nichts für ihre Erkrankung und können sie auch nicht durch einfache Aufmunterung oder Ablenkung überwinden – sie muss verstanden und kompetent behandelt werden.

Grundsätzlich gilt: Speziell dafür ausgebildete Fachärzte therapieren die Betroffenen. Dabei bewegen sie sich auf drei verschiedenen Wegen, die je nach Krankheitsbild und Patient unterschiedlich bedeutsam sind: Psychotherapie, Behandlung mit Medikamenten und psychosoziale Intervention. Die Kombination dieser drei Bausteine hilft den Patienten, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Im Zweifel ist es sinnvoll, möglichst frühzeitig Hilfe zu suchen. Denn die Zeit bis zur Erkennung der Krankheit macht heute oft den längsten Teil der depressiven Phase aus. Angehörige können hier den richtigen Anstoß geben und darauf drängen, einen Arzt aufzusuchen.

Wenn die Haut bei Diabetes leidet

Diabetes ist auch Hautsache: 80 Prozent der Diabetiker haben Probleme mit ihrer Haut. Meist handelt es sich dabei um trockene Haut und sich daraus ergebende Beschwerden. Doch auch Pigmentstörungen und Hautverdickungen sind im Bereich des Möglichen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in ihrer aktuellen Ausgabe einen Überblick.

Die meisten Diabetiker haben eine trockene Haut. Grund ist ein gestörter Hydrolipidfilm der Haut. Dadurch ist der transepidermale Wasserverlust erhöht, Kittsubstanzen zwischen den Hautzellen werden spröder. Bei trockener und rissiger Haut entstehen leichter kleine Verletzungen, die eine ideale Eintrittspforte für Erreger jeder Art darstellen. Da zu hohe Blutzuckerwerte auf Dauer auch die Blutgefäße schädigen, die die Haut versorgen, funktioniert die körpereigene Abwehr teilweise weniger effektiv als bei Stoffwechselgesunden. So breiten sich Erreger leichter aus und es kommt häufiger zu Pilz- und bakteriellen Infektionen.

Rund die Hälfte aller Menschen mit Diabetes bekommt im Laufe der Zeit eine sogenannte diabetische Dermopathie. Hierbei zeigen sich bevorzugt an den Schienbeinen, aber zum Teil auch an Unterarmen oder Füßen bräunlich verfärbte Hautstellen. Diese schmerzen nicht und brauchen auch keine spezielle Behandlung. Als Grund für die Hautveränderung gelten zu hohe Blutzuckerwerte, die unter anderem Schädigungen an den Blutgefäßen verursachen. Bei einem besser eingestellten Blutzucker verbessert sich mitunter das Erscheinungsbild.

Bei bis zu 90 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes entwickelt sich eine sogenannte Pseudoaconthosis nigricans. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine bräunliche Verfärbung und Verdickung der Haut an Achseln, Leiste oder Nacken. Experten vermuten, dass die Insulinresistenz zu diesen Veränderungen führt. Treten keine weiteren Beschwerden auf, muss man die Haut nicht behandeln. Manchmal schmerzen, nässen oder stören die Stellen jedoch. Dann kann der Arzt eine Salicylsäure-haltige Vaseline-Creme verschreiben.

Die fünf Pflegegrade und was sie bedeuten

Seit Januar 2017 stuft der Gesetzgeber Pflegebedürftige in die Pflegegrade 1 bis 5 ein. Bei den Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung schätzt ein Gutachter mithilfe eins Punktesystems die Selbstständigkeit der Betroffenen ein. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in der aktuellen Ausgabe die Einteilung in die einzelnen Grade. B

ei der niedrigsten Einstufung – Pflegegrad 1 (12,5 bis 26 Punkte) – besteht bei den Betroffenen nur eine geringfügige Einschränkung. Das bedeutet einen Anspruch von 125 Euro monatlich für Betreuungs- und Entlastungsleistungen.

Pflegegrad 2 (27 bis unter 47,5 Punkten) bestätigt eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Es besteht ein Anspruch auf Pflegesachleistungen – auch im Rahmen von teilstationärer Pflege – von monatlich 689 Euro. Alternativ gibt es bei häuslicher Pflege bis zu 316 Euro im Monat an Pflegegeld, bei vollstationärer Pflege einen Zuschuss von 770 Euro.´

Pflegegrad 3 (47,5 bis unter 70 Punkte) bedeutet den Anspruch von monatlich 1298 Euro für Pflegesachleistungen oder 545 Euro Pflegegeld oder einen Zuschuss zur vollstationären Versorgung im Alten- oder Pflegeheim in Höhe von 1262 Euro.

Schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit bescheinigt Pflegegrad 4 (70 bis unter 90 Punkte). Die Leistungen monatlich: Pflegesachleistungen oder teilstationäre Pflege in Höhe von 1612 Euro oder alternativ 728 Euro Pflegegeld oder ein Zuschuss zu vollstationärer Pflege in Höhe von 1775 Euro.

Schwerste Beeinträchtigungen mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung bilden die Voraussetzungen für Pflegegrad 5 (90 bis 100 Punkte). Die Leistungen monatlich: Pflegesachleistungen oder teilstationäre Pflege bis zur Höhe von 1995 Euro oder alternativ 901 Euro Pflegegeld oder Zuschuss zu vollstationärer Pflege in Höhe von 2005 Euro.

Blutzuckermessen: Was gibt es Neues?

Blutzuckermessen in den eigenen vier Wänden ist für viele Diabetiker selbstverständlich: Von der digitalen Übertragung der Werte bis zum „unblutigen“ Zuckermessen ist heute vieles möglich. Die Neue Apotheken Illustrierte Diabetes EXTRA fasst zusammen.

Eine immer beliebtere Funktion moderne Blutzuckermessgeräte: Sie übermitteln auf Wunsch die gemessenen Daten direkt an ein digitales Tagebuch im Smartphone. Trends und Muster bei der Blutzuckerkurve ergeben sich so rasch und offensichtlich. Daraus lassen sich Rückschlüsse für die Therapie ziehen.

Seit einigen Jahren können Menschen mit Diabetes ihre Zuckerwerte auch „unblutig“ bestimmen. Dazu muss man wissen: Die modernen Systeme messen mit Sensoren nicht den Zucker des Blutes, sondern den des Unterhautfettgewebes. Dafür verbleiben die Sensoren sechs bis vierzehn Tage in der Haut am Oberarm, Bauch oder im Gesäßbereich und liefern täglich eine Vielzahl von Messwerten. Durch diese kontinuierliche Zuckermessung ist häufiges Piksen nicht mehr nötig. Jedoch: Im Blut ist der Zucker anders als im Gewebe, und erst nach 15 Minuten gleichen sich die Werte an. Bei stabilem Blutzucker spielt das keine Rolle. Wenn der Zucker gerade steigt oder fällt, muss man diesen Unterschied jedoch beachten.

Im Wesentlichen gibt es zwei Gerätetypen zur kontinuierlichen Blutzuckermessung: rtCGM- und FGM-Systeme. Die beiden unterscheiden sich darin, dass man beim FGM-System aktiv die Werte ablesen muss. Dazu genügt es, ein entsprechendes Lesegerät über den Sensor am Arm zu halten. Im Gegensatz dazu senden rtCGM-Geräte die Messwerte eigenständig auf das Empfangsgerät. Allerdings muss man in einem Punkt auch selbst aktiv werden: Ein- bis zweimal täglich erfordert das System eine Kalibrierung, für die eine normale Blutzuckermessung nötig ist.

Die neueste technische Entwicklung ist eine Art Autopilot, der den Blutzucker in einem bestimmten Zielbereich halten kann. Experten sprechen vom Hybrid-Closed-Loop-System. Was im gesunden Organ über komplizierte biochemische Prozesse vonstattengeht, übernehmen in diesem System hochmoderne Computer im Miniformat. Die Zulassung solcher Systeme in Deutschland könnte schon bald kommen.

24 Tipps für gesunde Weihnachten

Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Lange freuen sie sich auf selbst gebackene Plätzchen, den Duft von Weihnachtsgewürzen und ein festliches Essen im Kreise der Familie oder guter Freunde. Kein Wunder, dass auf der Wunschliste manches steht – nur nicht gesundheitliche Probleme. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe 24 Tipps fürs weihnachtliche Wohlbefinden zusammengestellt. Hier eine Vierer-Auswahl, quasi ein Tipp für jede Adventswoche.

1) Adventstipp: Zimt, Nelken oder Kardamom riechen nicht nur betörend, sie tun auch der Gesundheit gut. Ein hervorragender Grund, sie in einem Weihnachtstee zu genießen. So beugen Nelken Völlegefühl vor und Kardamom regt Magen- und Gallensäfte an. Zimt wirkt sich positiv auf Blutzucker und -fette aus.

2) Adventstipp: Ein warmes Wannenbad wirkt an sich schon wohltuend. Doch man kann den Wohlfühl- und Gesundheitsnutzen noch durch manchen Badezusatz steigern. Lavendelöl als Zusatz wirkt entspannend, Eukalyptusöl macht die Atemwege frei, Rosmarinöl wirkt durchblutungsfördernd. Badezusätze gibt es in den verschiedensten Darreichungsformen in der Apotheke: als Badetabletten, Pulver oder flüssige Konzentrate.

3) Adventstipp: In der Vorweihnachtszeit kommt viel Süßes auf den Tisch. Wie wäre es stattdessen mit ein wenig Obst? Wer Obst in Sichtweite stellt, greift schneller zu und ist angenehm gesättigt. Zum Vergleich: Vier Marzipankartoffeln à 10 Gramm besitzen 180 kcal, eine kleine Mandarine nur 40 kcal.

4) Adventstipp: Ein frischer Baum fängt nicht so schnell Feuer. Wie frisch der Nadelbaum tatsächlich ist, kann man mit Mithilfe folgender Merkmale abschätzen: An einem frischen Baum hängen die Nadeln noch fest. Wenn man eine Tannennadel zwischen den Fingern biegt, bricht sie nicht. Das Harz ist an der Stelle, an der der Stamm abgesägt wurde, noch klebrig.

Als Diabetiker unbeschwert genießen

Alkohol ist für Diabetiker heutzutage kein Tabu mehr. Es kommt allerdings auf die Menge an. Ein paar Faustregeln helfen zusätzlich, dass der Blutzucker unter Kontrolle bleibt. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt die wichtigsten Regeln vor, um die Unterzuckerungsgefahr im Zaum zu halten.

Gut dosieren: Als Faustregel gelten Pro Tag für Frauen ein kleines Standardglas, für Männer zwei Gläser eines alkoholischen Getränks als unproblematisch. Dem Standard entspricht ein Glas von 300 Millilitern, bei Wein eines von 125 ml, beim Apfelwein oder Most von 250 ml. Das ergibt pro Glas eine tägliche Alkoholmenge von 12 Gramm bei Frauen beziehungsweise 24 Gramm bei Männern, wenn Letztere jeweils zwei Gläser trinken. Grundsätzlich aber sollte man nicht täglich trinken, sondern alkoholfreie Tage einlegen. Und gerade bei Diabetes ist es sehr ratsam, wenn Alkoholkonsum nur ausnahmsweise erfolgt.

Richtig wählen: Trockene Wein- und Sektsorten sowie normales Bier bevorzugen. Lieblicher Wein, Liköre oder Cocktails enthalten zusätzlich viele Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe treiben. Auch in alkoholfreiem Bier stecken sehr viele Kohlenhydrate. Es eignet sich nicht als Alternative für Diabetiker.

Zwischendurch essen: Am besten zum Getränk eine Kleinigkeit essen. Gut sind Kohlenhydrate, die langsam ins Blut übergehen und so einer späteren Unterzuckerung entgegenwirken. Das kann ein belegtes Brot sein, aber auch Vollkornknäckebrot zum Knabbern schmeckt gut.

Für die Nacht vorsorgen: Für Diabetiker, die Insulin spritzen, empfiehlt es sich, mit einem etwas erhöhten Blutzuckerwert zu Bett zu gehen. Wenn es mehr Alkohol war, können es 180 bis 200 mg/dl sein.

Apotheken-Award: Innovationen mit Patientennutzen

„Der Deutsche Apotheken-Award soll ein deutliches Signal senden, wie engagiert sich die Apotheken für die Belange ihrer Patienten und Kunden einsetzen“, sagt Claudia Berger als Schirmherrin des Deutschen Apotheken-Awards 2019. Die Ausschreibung für innovative Projekte aus den Reihen der Apotheker hat begonnen, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

„Für viele Menschen in der Stadt und auf dem Land sind die Apotheker die ersten Ansprechpartner, wenn es um Fragen rund um die Gesundheit geht. Und das wird auch so bleiben, wenn die Apotheker mit innovativen Ideen und kreativen Angeboten auf die wachsenden Bedürfnisse der Menschen eingehen“, informiert Berger. „Mit dem Deutschen Apotheken-Award wollen wir auch kleinen, aber klugen Projekten eine große Bühne geben, damit sie Nachahmer finden und der Gesellschaft nützen.“

Der Startschuss ist vor einem Monat gefallen, aber der Zieleinlauf findet erst im Februar kommenden Jahres statt: Bis dahin können sich Apotheken mit fortschrittlichen Konzepten und patientenorientierten Projekten um den Deutschen Apotheken-Award 2019 bewerben. Bereits zum dritten Mal nach 2015 und 2017 schreibt der Deutsche Apothekerverband (DAV) diesen Preis aus, der bei einem Festakt am 9. Mai 2019 in Berlin verliehen wird. Gefragt sind alle Projekte, Programme oder Modellvorhaben, die seit mindestens sechs Monaten bestehen und möglichst auf andere Apotheken übertragbar sind. Dotiert ist die Auszeichnung mit insgesamt 8.000 Euro.

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