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Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

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Heuschnupfen auch im Alter gut zu behandeln

Wenn im Frühjahr die Natur erwacht, belebt das einerseits Körper und Geist. Andererseits erinnern Niesen, juckende Augen und Schnupfen viele wieder an die über den Winter fast vergessene Allergie. Ungewöhnlich ist, dass in jüngster Zeit immer mehr Menschen im Seniorenalter davon berichten, erstmals in ihrem Leben von Heuschnupfen betroffen zu sein. Doch auch in diesem Aller lassen sich die Symptome gut in den Griff bekommen, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Genau wie jüngere Erwachsene müssen auch Senioren eine Allergie nicht einfach hinnehmen, erklärt Professor Dr. Kai-Christian Bergmann. Er arbeitet als Allergologe an der Charité Berlin und ist Leiter des Polleninformationsdienstes. Die Behandlungsoptionen und Medikamente, die zur Verfügung stehen, können auch ältere Allergiker nutzen. Und es ist für sie sinnvoll, das zu tun. Denn der sogenannte Etagenwechsel macht auch vor dem Alter nicht halt. Darunter verstehen Allergologen, dass die Heuschnupfen-Symptome, die anfangs üblicherweise die oberen Luftwege betreffen, mit der Zeit „eine Etage tiefer“ in die Bronchien wandern. Dort zeigt sich die Allergie dann als Asthma. Diese Form der Atembeschwerden ist nicht mehr nur lästig oder unangenehm wie Naselaufen oder juckende Augen, sondern kann gefährlich werden. „Deshalb raten wir älteren Menschen zu einer Immuntherapie, um diesem Etagenwechsel zu begegnen“, sagt Bergmann.

Bei dieser auch als Hyposensibilisierung genannten Behandlungsform spritzen Ärzte das auslösende Allergen in täglich oder wochenweise aufsteigender Dosierung unter die Haut. Das Immunsystem gewöhnt sich wieder langsam an das Allergen. Über drei Jahre erfolgt dann in bestimmten Abständen die Erhaltungsdosis. Je nach Art der Allergie kann der Allergologe die Behandlung auch mit Tropfen oder Tabletten durchführen, bei denen die Allergene über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Alles über Süßstoffe

Sie schmecken süß und liefern fast keine Kalorien. Eigentlich ideal für Diabetiker. Doch Süßstoffe geraten immer wieder in die Kritik. Wie gut oder schlecht sind sie wirklich? Die Neue Apotheken Illustrierte hat die Pros und Contras in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Die in Europa derzeit zugelassenen Süßstoffe, elf an der Zahl, gelten als gesundheitlich unbedenklich. Derzeit sorgt ein EU-Programm zur Neubewertung aller Lebensmittelzusatzstoffe dafür, dass alle Süßstoffe außer Aspartam bis Ende 2020 von Expertengremien untersucht werden. Aspartam hat die Neubewertung bereits hinter sich und gilt als sicher.

Neben der Sicherheits-Diskussion wird Süßstoffen immer wieder zur Last gelegt, nicht etwa die schlanke Linie zu unterstützen, sondern gar dick zu machen. Doch nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und anderer Fachgesellschaften gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für einen dickmachenden Effekt von Süßstoffen. Diabetiker und gesunde Menschen dürfen ohne Sorge hin und wieder auf mit ihnen gesüßte Lebensmittel zurückgreifen. Gerade mit Diät-Softdrinks lassen sich viele Kalorien einsparen.

Doch Vorsicht: Das gelingt nur, wenn man diese nicht anderweitig wieder zu sich nimmt. Denn abnehmen lässt sich natürlich nur, wenn der Mensch insgesamt weniger isst und trinkt als er verbrennt. Davon abgesehen dürfen auch Diabetiker zu echtem Zucker greifen. Von mehr als 50 Gramm am Tag raten Experten jedoch ab.

Patient profitiert vom Medikationsplan

Je mehr Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel ein Patient einnimmt, desto größer die Gefahr, dass sie sich gegenseitig beeinflussen und die Wirkung in irgendeiner Weise verändert wird. Damit dies im Vorfeld abgeklärt werden kann, wurde der sogenannte Medikationsplan eingeführt. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt in ihrer aktuellen Ausgabe dieses Angebot in Sachen Arzneimittelsicherheit näher vor.

Einen Anspruch auf diesen Medikationsplan haben alle Patienten, die regelmäßig drei oder mehr vom Arzt verordnete Arzneimittel einnehmen. Gerade wenn der Patient mehrere Ärzte aufsucht, die nicht unbedingt voneinander wissen, hilft ein solcher Plan. Während der Hausarzt oft noch weiß, zu welchen Fachärzten sein Patient geht, ist das bei den behandelnden Spezialisten meist unbekannt. Sie fragen üblicherweise nur nach dem Hausarzt, zu dem sie ihren Befund später schicken sollen.

Der Medikationsplan, den meist der Hausarzt ausstellt, verzeichnet sämtliche Präparate, die der Patient einnimmt. Für weitere Ärzte und den Apotheker ist die Medikation ersichtlich, das kann bei der Suche nach einem geeigneten Mittel behilflich sein. Zurzeit wird der Medikationsplan in Papierform geführt. Ärzte und Apotheker ergänzen ihn schriftlich. Wer eine Stammapotheke besucht, hat oft den Vorteil, dass diese die verschriebenen und selbst gekauften Arzneimittel in einer persönlichen Datenbank erfasst. Diese kann der Apotheker beim Wechselwirkungscheck mit neuen Präparaten oder für seine Empfehlung zu Rate ziehen. So ist der Patient auf der sicheren Seite.

Die richtige Pflege für jeden Hauttyp

Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen Pflege-Fahrplan für die häufigsten Hautzustände ausgearbeitet. Hier die wichtigsten Maßnahmen für die drei häufigsten Hauttypen.

Die wichtigste Maßnahme bei empfindlicher Haut:
Weil empfindliche Haut leicht zu Rötungen und Irritationen neigt, braucht sie eine Pflege, die möglichst wenige Inhaltsstoffe besitzt. Je kürzer die Liste an Inhaltsstoffen auf der Verpackung, desto wahrscheinlicher wird das Präparat vertragen. Unbedingt Zubereitungen wählen, bei denen die Inhaltsstoffe angegeben sind. Ansonsten sind für empfindliche Haut vor allem Tagescremes mit einem ausreichenden Sonnenschutz zu empfehlen. Und zwar nicht nur im Sommerurlaub, sondern auch hierzulande.

Die wichtigste Maßnahme bei trockener Haut:
Das A und O ist die Wiederherstellung des Hydrolipidfilms, der die Haut geschmeidig hält, daher sowohl am Tag als auch in der Nacht Cremes und Emulsionen verwenden. Häufig enthalten diese Formulierungen Jojoba-, Mandel-oder Nachtkerzenöl, außerdem Harnstoff, Omega-Fettsäuren, Wachse sowie Phospholipide oder Ceramide. Neben den fettigen Bestandteilen sollte die Pflege reich an Feuchthaltefaktoren sein, um die Barrierefunktion der Haut zu stabilisieren. Am geeignetsten ist ein hoher Anteil an Hyaluronsäure. Das Molekül hilft dabei, Wasser in der oberen Hautschicht zu binden. Das macht die Haut widerstandsfähiger.

Die wichtigste Maßnahme bei fettiger Haut:
Bei diesem Hauttyp spielt Reinigung die größte Rolle. Dazu am besten einen seifenfreien Waschschaum verwenden, der pH-neutral ist. Schäume binden überschüssiges Fett auf der Haut besser als Gele. Nach der Reinigung braucht dieser Hauttyp eine Feuchtigkeitscreme. Wenn die Haut austrocknen würde, bildet sie in einer Art Gegenreaktion vermehrt Talg, was wieder Unreinheiten entstehen lässt. Man wählt am besten Feuchtigkeitscremes, die nicht die Bildung von Mitessern fördern. Sie enthalten keine Substanzen, die Akne fördern wie Oliven-, Leinsamen- oder Kokosöl.

Das bringen Diabetes-Apps

Digitale Blutzuckertagebücher sind im Kommen. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe, welche Vorteile sie gegenüber herkömmlichen Tagebüchern haben.

Das Blutzuckertagebuch ist die Grundlage für das Arztgespräch, da sich der behandelnde Arzt ein Bild über den Blutzuckerverlauf machen kann. Im Idealfall hilft das Tagebuch auch dem Patienten selbst, die Werte der vergangenen Wochen im Blick zu haben, eventuelle Schwankungen zu erkennen und Schlüsse daraus zu ziehen. Doch das ist nicht ganz einfach.

Hier setzen digitale Tagebücher an, auch Diabetes-Apps genannt. „Darin sind die Werte für Laien viel besser aufbereitet“, berichtet Diabetesberaterin Dr. Astrid Tombek von der Diabetesklinik Bad Mergentheim. „Die Blutzuckertabelle ist meistens farblich dargestellt: die guten Werte in grün, Unterzucker meistens rot, Überzucker kann beispielsweise gelb sein. Da lässt sich auf einen Blick der Blutzuckerverlauf erkennen.“

Vielen Diabetikern fällt es so leichter, mit dem großen Wust an Daten umzugehen. Und dies kann sich sogar positiv auf den Blutzuckerwert auswirken. Denn Studien zeigen, dass sich der Langzeitblutzuckerwert HbA1c verbessert, wenn jemand seine Werte dokumentiert. „Dabei ist es zwar grundsätzlich egal, ob dies in Papierform oder digital erfolgt“, so Tombek, „doch das Digitale ist leichter und übersichtlicher. Der Diabetiker kann sich damit befassen, Zusatzinformationen eingeben und selbst besser das Problem eingrenzen.“

Wer so beispielsweise ganz leicht erkennt, dass die morgendlichen Nüchternwerte besonders nach dem Spieleabend zuvor mit vielen Knabbereien eher schlecht waren, kann seinen Arzt beim nächsten Gespräch gezielt darauf ansprechen. „So zeigt sich eine Therapie am effektivsten“, betont die Fachfrau.

Bei manchen Apps lassen sich sogar zusätzliche Fotos von der Mahlzeit hochladen. „Das ist praktisch, denn so kann die Diabetesberaterin im Nachhinein prüfen, ob der Diabetiker die Kohlehydrateinheiten richtig einschätzt.“

Lieferengpässe: Folgen für Patienten gering halten

Ohne Frage gibt es in Deutschland eine hochwertige Arzneimittelversorgung. Dennoch kommt es vereinzelt zu Lieferengpässen. Was Apotheker tun, um Patienten dennoch gut zu versorgen, läutert Axel Pudimat, Apotheker aus Rostock und Vorsitzender des Apothekerverbands Mecklenburg-Vorpommern, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Eine Umfrage der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker zeigt, dass es bei 90 Prozent der Apotheken innerhalb der vergangenen drei Monate zu Arzneimittelengpässen gekommen ist, die gesundheitliche Folgen für die Patienten gehabt haben könnten. Zu den dabei meist genannten Medikamenten zählen Blutdrucksenker wie Metoprolol, Schmerzmittel wie Metamizol und Diabetesmittel wie Liraglutid. Engpässe rund um den Blutdrucksenker Valsartan erlangten im vergangenen Jahr traurige Berühmtheit.

„Apotheken haben den Anspruch, dass aus Lieferengpässen bei einzelnen Medikamenten keine Versorgungsengpässe für ganze Patientengruppen entstehen“, erklärt Pudimat. „Wenn also ein bestimmtes Präparat nicht verfügbar ist, muss der Apotheker versuchen, ein wirkstoffgleiches Medikament zu beschaffen, oder mit dem Arzt telefonieren, ob man den Patient auf ein neues Präparat einstellen kann. Schließlich soll und darf kein Patient unversorgt bleiben.“

Pudimat hat darüber hinaus einen Vorschlag, der dafür sorgen könnte, dass viele Lieferengpässe gar nicht erst entstehen: „Es ist wichtig, dass Krankenkassen ihre Rabattverträge nicht nur mit einem, sondern mit möglichst drei Herstellern abschließen, damit die Apotheke auf Ersatzpräparate ausweichen kann. Grundsätzlich wünschen sich Apotheker auch mehr Transparenz und frühzeitige Informationen von den Herstellern. Dann können sich Ärzte, Apotheker und auch Patienten besser darauf einstellen, wenn ein Medikament fehlt.“

Mit Diabetes gut und lang leben

Alt werden mit guter Lebensqualität – das geht heutzutage auch mit der Diagnose Diabetes. Allerdings stellt das Alter Betroffene auch in der Therapie vor neue Herausforderungen. Die richtige Medikamenten-Einstellung und einfach umzusetzende Empfehlungen können den Alltag erleichtern. Praxistipps hat die Neue Apotheken Illustrierte EXTRA Diabetes in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengestellt.

„Menschen mit Diabetes können heute immer älter werden. Eine individuell angepasste Einstellung des Blutzuckers unter Berücksichtigung von Folgeerkrankungen ist in dem Zusammenhang sehr wichtig“, sagt Oana-Patricia Zaharia, Ärztin am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf.

Die Therapie muss individuell und möglichst einfach sein. Denn je einfacher die Empfehlungen, desto besser sind die Aussichten, dass die Therapie erfolgreich ist. Nicht zuletzt zählen das Wohlbefinden und die Möglichkeiten des Einzelnen.

Hilfsmittel nutzen: Da im Alter Feinmotorik und Sehkraft nachlassen, helfen Geräte, die eine möglichst unkomplizierte Blutzuckermessung und Insulingabe ermöglichen.

Kein Pillen-Durcheinander: Viele Diabetiker brauchen auch Medikamente gegen andere Erkrankungen. Da alle mit Nebenwirkungen verbunden sind und untereinander Wechselwirkungen eingehen können, empfiehlt sich ein regelmäßiger Check gemeinsam mit dem behandelnden Arzt.

Gesunde Ernährung ist die Basis: Es ist nie zu spät, auf eine ausgewogene gesunde Ernährung umzustellen. „Menschen mit Diabetes können prinzipiell alles essen. Auch spezielle Diabetiker-Produkte sind nicht nötig“, weiß Zaharia. Eine gesunde Mischung kann dabei unterstützen, ein paar Kilogramm zu verlieren und die Blutzuckerwerte besser in Griff zu bekommen.

Bewegung hält den Körper in Schwung: Auch regelmäßige Spaziergänge, Gartenarbeit oder kleine Gymnastikübungen im Rahmen der individuellen Möglichkeiten leisten einen Beitrag. Zucker gelangt durch körperliche Aktivität leichter aus dem Blut in die Zellen, und der Blutzuckerspiegel sinkt.


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