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Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

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Checkliste Heilpflanzen: Was gegen Erkältung hilft

Darüber, was bei Erkältung hilft, gehen die Meinungen auseinander. Doch es gibt sie, die richtigen Mittel. Wer sie kennt, muss nicht so stark unter den Symptomen leiden und wird eventuell sogar schneller wieder gesund. Viele nachweislich wirksame Mittel bietet die Pflanzenheilkunde. Eine Auswahl in Checklisten-Format bietet die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Zur Prävention grippaler Infekte bieten sich Extrakte des Purpursonnenhuts sowie der Taigawurzel an, zum Teil auch in Kombination mit anderen Heilpflanzen. Bei den ersten grippalen Symptomen genommen, können sie helfen, die Symptome noch einzufangen.

Gegen Heiserkeit stehen sogenannte Schleimstoffdrogen hoch im Kurs. Die enthaltenen Schleimstoffe aus Isländisch Moos, Salbei oder Eibisch legen sich wie ein Schutzmantel über die angegriffene Rachen-Schleimhaut und bieten rauen Kehlen Schutz.

Gegen Hustenattacken helfen nachweislich Extrakte aus Efeu, Thymian, Primelwurzel und der Kapland-Pelargonie, zum Teil auch in fixen Kombinationen. Sie sind in der Lage, die Zahl der Hustenattacken herunterzufahren und die Genesung um einige Tage voranzutreiben.

Schnupfen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen bekämpft man am besten mit ätherischen Ölen einer Eukalyptus-Fertigmischung oder einer fixen Kombination aus Eisenkraut, Enzianwurzel, Sauerampferkraut, Holunderblüten und Schlüsselblumen.

Blutzucker messen, ohne zu stechen

Bereits seit einigen Jahren können Diabetiker ohne Blutabnahme ihren Zuckerwert messen. Für wen sich kontinuierliche Zuckermessgeräte eignen und wo die Unterschiede von CGM und FGM liegen, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer Ausgabe vom 15.10.2018 zusammengefasst.

Geräte zur kontinuierlichen Blutzuckermessung bieten sich an, wenn die Blutzuckerverläufe sehr instabil sind und wenn es häufiger zu Unterzuckerungen kommt. Diese Systeme bieten pro Tag eine Vielzahl von Messwerten, die elektronisch ausgewertet, noch bessere Therapiemöglichkeiten bieten. Seit September 2016 gehören rtCGM-Systeme (real-time-continuous glucose monitoring) unter bestimmten Voraussetzungen zur Regelleistung gesetzlicher Krankenkassen. Sogenannte FGM-Systeme (flash glucose monitoring) gelten als „Satzungsleistung“, das heißt, Krankenkassen können diese als freiwillige Leistung zur Verfügung stellen.

Bei beiden Geräten misst ein Sensor kontinuierlich die Blutzuckerwerte im Unterhautfettgewebe. Dieser lässt sich am Oberarm oder im Falle von rtCGM auch am Bauch oder im Gesäßbereich platzieren. Die Sensoren müssen in der Regel alle sechs bis 14 Tage erneuert werden. Außerdem gibt es ein rtCGM-Gerät, das mit einem Sensor arbeitet, den man unter die Haut setzt und der dort bis zu sechs Monate verbleibt. Beim Deuten der Werte gilt es zu berücksichtigen, dass das Gerät nicht den Zucker im Blut, sondern den Gewebszucker bestimmt. Dieser hinkt dem Blutzuckerwert in der Regel etwa fünf bis zehn Minuten hinterher. In einer Schulung lernen Anwender alles Nötige zum sicheren Einsatz.

Zu den großen Unterschieden zwischen den beiden Systemen gehört, dass man beim FGM-Gerät aktiv die Werte abliest. Dazu genügt es, ein entsprechendes Lesegerät über den Sensor am Arm zu halten. rtCGM-Geräte senden die Messwerte dagegen eigenständig auf das Empfangsgerät. Registriert ein rtCGM-Gerät Über- oder Unterzuckerzucker schlägt es automatisch Alarm, indem es piepst oder vibriert. Eine wertvolle Hilfe besonders für Menschen, die niedrige Blutzuckerwerte schlecht wahrnehmen. Auch nächtliche Unterzuckerungen verminderten sich um mehr als die Hälfte. Auch FGM-Geräte konnten ihren Vorteil gegenüber der herkömmlichen Blutzuckermessung schon unter Beweis stellen.

Ein Plan für Medikamente

Wie lassen sich Komplikationen bei der Arzneimitteleinnahme besser vermeiden? Indem niedergelassene Ärzte und Apotheker intensiver zusammenarbeiten. Das untersucht das Projekt ARMIN – das Medikationsmanagement der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen. Über die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre berichtet Mike Mätzler, Versorgungs- und Prüfwesen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, in der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15.10.2018.

Bei ARMIN wird das Wort „Medikationsmanagement“ mit Leben gefüllt. Mätzler: „Es geht dabei um die kontinuierliche Betreuung eines Patienten im Hinblick auf seine Arzneimitteltherapie. Der Patient soll dabei in die Priorisierung der Medikamente mit einbezogen und stetig über seine einzunehmenden Arzneimittel aufgeklärt werden.“

Beim Medikationsmanagement spielt die Zusammenarbeit mit dem Apotheker deshalb eine große Rolle, da auf dem Medikationsplan nicht nur verschreibungspflichtige, sondern sämtliche ohne Rezept in der Apotheke erworbenen Präparate aufgelistet werden. Denn auch zwischen diesen können Wechselwirkungen auftreten. „Es geht dabei nicht nur um die bloße Verwaltung eine Medikationsplanes, sondern um die aktive Betreuung des Patienten“, erklärt Mätzler. Ärzte und Apotheker erklären und beobachten beim Patienten die Anwendung der jeweiligen Arzneimittel. Und das könne auch bedeuten, dass mal ein Medikament wegfällt, weil es zu Mehrfachverschreibung durch verschiedene Ärzte gekommen ist oder weil es zwischen den beteiligten Präparaten zu Wechselwirkungen kommen würde.

Im ARMIN-Projekt in Sachsen und Thüringen sind derzeit rund 4 000 Patienten eingeschrieben. Laut Mätzler kommen derzeit pro Monat etwa 100 Patienten dazu. „Gerne würden wir die Zahl auf 10 000 steigern, um in der anschließenden Evaluation statistisch aussagekräftige Daten zu erhalten.“ Daten, die beweisen, dass sich der intensive Austausch zwischen Arzt und Apotheker zum Wohle der Patienten lohnt.

10-Seiten-Spezial: Der große Vitamin-Report

Gesunde Menschen, die sich mit einer abwechslungsreichen Mischkost ernähren, sind in aller Regel gut mit Vitaminen versorgt. In einigen Lebensphasen ist der Bedarf jedoch erhöht. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengefasst, wer seine Vitaminversorgung kritisch hinterfragen sollte. Auf weiteren Seiten des großen Vitamin-Reports berichtet die Redaktion über die Wirkung von Vitaminen, über begrenzte Speicherkapazitäten des Körpers, über die Gefahren durch Überdosierung und winterliche Vitaminquellen.

Es sind vor allem Schwangere, Frauen mit Kinderwunsch, Senioren, Veganer und Vegetarier, bei denen die Vitaminversorgung aufgrund der Lebensumstände oder eines erhöhten Verbrauchs kritisch werden könnte. Dann ist es allein über die Ernährung, schwierig, den Bedarf zu decken.

Schwangere beziehungsweise Frauen mit Kinderwunsch müssen vor allem auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure achten. Diese senkt bei Schwangeren nachweislich das Risiko für Fehlbildungen des Kindes. Es ist sinnvoll, mindestens vier Wochen vor einer geplanten Schwangerschaft mit der Einnahme von Folsäurepräparaten (400 Mikrogramm täglich) zu beginnen und sie während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen fortzusetzen. Da schätzungsweise die Hälfte aller Schwangerschaften in Deutschland ungeplant ist, empfehlen Experten Frauen im gebärfähigen Alter, generell auf eine gute Folat-Versorgung zu achten.

Mit dem Alter verändert sich der Stoffwechsel und der Energiebedarf sinkt. Die Menge an Vitaminen, die der Körper benötigt, bleibt jedoch annähernd gleich. Daher ist es für ältere Menschen oft schwierig, den Bedarf komplett über die Ernährung zu decken. Bei Vitamin D, Vitamin E, Vitamin C, Folsäure und Vitamin B12 ist ein Mangel denkbar, der mit zusätzlichen Präparaten ausgeglichen werden kann.

Bei einer veganen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 nach derzeitigem Kenntnisstand nicht möglich. Das liegt daran, dass das Vitamin in einer für den Menschen verfügbaren Form fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Wer auf Fleisch, Fisch, Milch oder Eier verzichtet, muss also Vitamin-B12-Präparate einnehmen.

Blutzuckerkontrolle auf neuem Niveau

Eine funktionierende Bauchspeicheldrüse? Für Typ-1-Diabetiker eine traumhafte Vorstellung. Ein neues System, genannt Hybrid-Closed-Loop-System, vereint die kontinuierliche Blutzuckermessung und bedarfsgerechte Insulinversorgung und könnte diesen Traum für viele Typ-1-Diabetiker in Europa und vielleicht auch in Deutschland bald ein Stück wahr werden lassen. Wie hier der Stand der Dinge ist, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Hybrid-Closed-Loop-System bezeichnet eine technische Neuerung, an der Wissenschaftler jahrzehntelang gearbeitet haben. Frei übersetzt und basierend auf seiner Funktionsweise bedeutet Hybrid-Closed-Loop-System nicht anderes als „künstliche Bauchspeicheldrüse“. Was im gesunden Organ über komplizierte biochemische Prozesse vonstattengeht, übernehmen in diesem System hochmoderne Computer im Miniformat.

Tatsächlich ahmt die fortschrittliche Technologie - ausgestattet mit einem Sensor zur kontinuierlichen Blutzuckerüberwachung, einer Pumpe für die bedarfsgerechte Insulinfreisetzung und einem Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung des Gerätes – die grundlegenden Aufgaben des natürlichen Organs nach. Via Funk kommunizieren die einzelnen Systemteile miteinander. Nur eines kann das System noch nicht: Das Insulin direkt zur Mahlzeit automatisch anzupassen. Hier muss der Nutzer das System noch selbst aktivieren.

Typ-1-Diabetiker in den USA konnten sich bereits im Sommer 2017 über die Zulassung des Medizingerätes durch die dortige Zulassungsbehörde FDA freuen. Seit Juni dieses Jahres hat das Hybrid-Closed-Loop-System ein CE-Kennzeichen in Europa erhalten. Diese Kennzeichnung dokumentiert, dass ein Produkt den grundsätzlichen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union genügt. Das sagt allerdings nichts über die Zulassung des Medizinprodukts in den einzelnen europäischen Ländern aus, denn jeder Staat hat seine eigenen Zulassungsregularien. Und die gestalten sich gerade in Deutschland kompliziert und meist langwierig.

Gut vorsorgen – Betreuung im Alter regeln

Können Menschen krankheitsbedingt nicht mehr für sich selbst entscheiden, hilft es Angehörigen oder Partnern sehr, wenn sie wissen, wie private, gesundheitliche oder geschäftliche Fragen des Kranken zu regeln sind. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe den Unterschied zwischen einer Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Mit einer Vorsorgevollmacht beauftragen wir eine oder mehrere Personen unseres Vertrauens, in unserem Namen zu handeln. Diese Vollmacht kann sich auf Bereiche wie die Gesundheit oder Vermögensangelegenheiten beziehen und berechtigt zur Vertretung in Rechtsgeschäften. In einer Vorsorgevollmacht können sämtliche Details aufgeführt werden, wie und wann eine dritte Person agieren soll. Formvorschriften für diese Vollmacht existieren nicht. Die Wünsche sollten aber schriftlich und verständlich formuliert sein. Eine gerichtliche Beaufsichtigung der Vertretung erfolgt bei der Vorsorgevollmacht nicht. Möglich ist die Beglaubigung der Vorsorgevollmacht zum Beispiel bei einem Notar oder durch Behörden. Diese kann Zweifel an der Geschäftstüchtigkeit oder der Richtigkeit der Unterschrift ausräumen. In einigen Bereichen muss diese Beglaubigung vorliegen, etwa zum Erwerb oder zur Veräußerung von Grundstücken oder für die Aufnahme von Darlehen.

Selbst wenn formuliert wird, dass die Person des Vertrauens den Betroffenen in allen Angelegenheiten vertritt, sind einige Fälle prinzipiell ausgeschlossen. Nicht ohne weiteres zustimmen kann diese Person einer ärztlichen Untersuchung, einer medizinischen Behandlung, einem Eingriff wie beispielsweise einer Herzoperation oder einer Organspende, wenn Lebensgefahr besteht oder nachhaltiger Gesundheitsschaden droht.

Von der Vollmacht deutlich unterscheiden muss man eine Betreuungsverfügung. Hier ist es nicht möglich unabhängig von Gerichten zu agieren. In einer Betreuungsverfügung werden Wünsche festgehalten, falls eine Betreuung aufgrund der gesundheitlichen Situation notwendig wird. Auch hierbei geht es um Fragen der Vermögensverwaltung oder auch der gesundheitlichen Versorgung. Dem Betreuer wird durch eine gerichtliche Bestellung die Vertretungsvollmacht in einem festgelegten Aufgabenbereich erteilt. Das Betreuungsgericht überprüft dann auch die Einhaltung der Verfügung und kontrolliert zum Beispiel Kontobewegungen des Verfügenden. Man kann in einer Betreuungsverfügung Betreuer vorschlagen, die das Betreuungsgericht im Betreuungsfall einsetzen soll, und man kann bestimmte Personen als Betreuer ausschließen.

Mit Diabetes erfolgreich im Beruf

Blutzucker messen, regelmäßige Mahlzeiten, auf die eigene Gesundheit achten: Das fällt im Berufsleben nicht immer leicht, umso mehr wenn Diabetiker in Schichtarbeit beschäftigt sind oder als Profisportler arbeiten. Welche Herausforderungen sich daraus ergeben und wie man damit umgehen kann, schildern vier Menschen aus ihrer Perspektive in der Neuen Apotheken Illustrierten Diabetes EXTRA. Hier zwei Auszüge der Interviews.

Enrico Kölling, 28 Jahre, Profiboxer im Halbschwergewicht:
„Ich wollte es einfach schaffen. Und der Diabetes hat mich motiviert, noch mehr auf meinen Körper zu achten. Vorher habe ich das nur bei den Kampfvorbereitungen intensiv getan. Nun achte ich rund um die Uhr darauf, was sich esse, was ich trinke, und das hilft mir sogar, meine Leistung zu steigern. In dieser Hinsicht war der Diabetes eigentlich ein Geschenk. Ich habe mir vorgenommen, das Beste daraus zu machen und die Karten zu spielen, die ich in der Hand habe.“

Alexander Distel, 49 Jahre, Busfahrer:
„Ich habe umgehend meinen Arbeitgeber informiert. Denn um einen Linienbus zu fahren, muss ich meine Fahrtauglichkeit nachweisen. Der hat glücklicherweise sehr positiv reagiert und mir gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen sollte. Es ging auch alles gut. Nun brauche ich alle fünf Jahre ein neues Gutachten, da mein Führerschein als Busfahrer in regelmäßigen Abständen verlängert werden muss.“

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