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Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

Waage

Immunsystem stärken: Machen Sie sich winterfest!

Mit dem feuchtkalten Wetter in der dunklen Jahreszeit rollt zuverlässig in jedem Jahr auch eine Welle an Erkältungen und Grippeerkrankungen heran. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe, was hilft, Viren in Schach zu halten.

Die effektivste Maßnahme ist das Händewaschen. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werden 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände als Schmierinfektion weitergereicht. „Mit konsequentem Händewaschen könnte das Risiko für Atemwegserkrankungen um bis zu 45 Prozent gesenkt werden“, informiert Dr. Ernst Tabori, Infektiologe und Ärztlicher Direktor am Deutschen Beratungszentrum für Hygiene.

Es gilt also, das Händewaschen zur guten Gewohnheit werden zu lassen. Desinfektionsmittel sind für den Hausgebrauch nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht erforderlich. Was zu beachten ist, um Schmutz und Krankheitserreger bestmöglich zu entfernen, haben das RKI und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in fünf kurzen Regeln zusammengefasst:

Nass machen: Hände unter fließendes Wasser halten. Die Wassertemperatur spielt keine Rolle.
Rundum einseifen: Hände von allen Seiten mit Seife einschäumen, nicht nur die Handinnenflächen, sondern auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen.
Zeit lassen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 bis 30 Sekunden. Tipp: Um ein Gefühl für diese Zeitspanne zu bekommen und Kinder ans richtige Händewaschen heranzuführen, empfiehlt das Kinderhilfswerk Unicef, beim Händewaschen zweimal das Lied „Happy Birthday“ zu singen.
Gründlich abspülen: Hände unter fließendem Wasser abwaschen. Auf öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Papiertuch zuzudrehen.
Sorgfältig abtrocknen: Am besten mit einem eigenen, sauberen Handtuch oder unterwegs mit Einmaltüchern.

Vorsätze endlich durchhalten

Gute Vorsätze lassen sich schnell fassen. Aber wie erreicht man die neu gesteckten Ziele? Dr. Berthold Maier, Diplom-Psychologe am Diabetes-Zentrum Mergentheim, gibt in der der Neuen Apotheken Illustrierten wertvolle Tipps.

In sich hineinhören: Fassen Sie sich Ziele, die Sie sich zutrauen und bei denen Sie optimistisch sind, dass Sie diese auch erreichen können. Ein Vorhaben, das für einen persönlich keine so große Rolle spielt, nimmt man womöglich gar nicht in Angriff.

Realistische Ziele stecken: Viele Diabetiker nehmen sich etwa vor, ihren HbA1c-Wert zu verbessern. Dann ist es sinnvoll, den behandelnden Arzt um eine realistische Einschätzung zu bitten. Geht es um eine Gewichtsabnahme, sollte man sich klar machen: Was sich über Jahre aufgebaut hat, verschwindet nicht von heute auf morgen. Ein erstes mögliches Ziel wäre, dass die Gewichtskurve nicht weiter nach oben geht und man sein Gewicht hält. Eine Gewichtsabnahme von einem halben bis einem Kilo pro Monat ist realistisch.

Fortschritte protokollieren: Menschen möchten, wenn sie etwas aufschreiben, gerne etwas Positives eintragen. Allein das Protokollieren kann dazu führen, dass sich beispielsweise das Essverhalten verbessert.

Rückschläge einkalkulieren: Viele gute Vorsätze schlafen irgendwann ein oder man erleidet sogar Rückschläge. Wer sich schon vorab damit vertraut macht, besitzt nachgewiesenermaßen ein besseres Durchhaltevermögen und kann sich Strategien zurechtlegen, wie man mit Rückschlägen umgeht.

Mitstreiter suchen: Vielen Menschen fällt es leichter, ein Ziel zu erreichen, wenn sie sich zusammentun. Das gilt für alle Lebensbereiche und geht beispielsweise per Smartphone durch eine Chat-Gruppe oder im Fall des Diabetes in einer klassischen Selbsthilfegruppe. Menschen, die lieber mit sich allein sind, hilft oft eine Vertrauensperson, der sie von ihren Zielen erzählen. Allein zu wissen, dass jemand nachfragt, spornt an, weiterhin am Ball zu bleiben.

Digitale Apotheke: Apps für die Gesundheit

Das vom Arzt ausgestellte Rezept mit dem Smartphone fotografieren und das Medikament mit einem Klick vorbestellen: Diesen Service bieten immer mehr Apotheken an. Katja Förster vom Hessischen Apothekerverband erklärt in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten, was der digitale Wandel in den Apotheken für die Kunden bedeutet.

„Durch digitale Unterstützung kann die Apotheke vor Ort ihren Patienten noch näher sein. Zertifizierte Apps ermöglichen die einfache und sichere Übermittlung beispielsweise von Rezeptdaten an die Apotheke. Dadurch sind Arzneimittel noch schneller verfügbar, die Patienten können ihre Therapien zügiger beginnen“, erklärt Förster die Tatsache, dass digitale Dienste den persönlichen Kontakt zum Apotheker, obwohl es widersprüchlich scheint, eigentlich verbessern.

Patienten sollten in ihrer Hausapotheke nachfragen, so Förster, ob sie eine apothekenspezifische App zur Übermittlung von Verordnungen anbietet. Es gibt verschiedene Anbieter von Apps, die ähnliche Funktionalitäten und Sicherheitsstandards anbieten. Für die Nutzung der App scannt der Patient einfach einen Barcode der Apotheke. Dann kann er seine abfotografierten Verordnungen über eine sichere Verbindung in seine Apotheke übermitteln. Damit sparen sich die Patienten doppelte Wege, sie erhalten ihre Arzneimittel schneller und können sie sich bei Bedarf auch nach Hause bringen lassen.

„Mit der von uns gemeinsam mit dem Apothekenrechenzentrum Darmstadt entwickelten App apojet werden sich die Patienten in Kürze auch an die Einnahme ihrer Medikamente erinnern lassen können. Zudem können sie ihren Medikationsplan digital führen“, stellt die Fachfrau in Aussicht.

Blutzuckermessen: Was gibt es Neues?

Blutzuckermessen in den eigenen vier Wänden ist für viele Diabetiker selbstverständlich: Von der digitalen Übertragung der Werte bis zum „unblutigen“ Zuckermessen ist heute vieles möglich. Die Neue Apotheken Illustrierte Diabetes EXTRA fasst zusammen.

Eine immer beliebtere Funktion moderne Blutzuckermessgeräte: Sie übermitteln auf Wunsch die gemessenen Daten direkt an ein digitales Tagebuch im Smartphone. Trends und Muster bei der Blutzuckerkurve ergeben sich so rasch und offensichtlich. Daraus lassen sich Rückschlüsse für die Therapie ziehen.

Seit einigen Jahren können Menschen mit Diabetes ihre Zuckerwerte auch „unblutig“ bestimmen. Dazu muss man wissen: Die modernen Systeme messen mit Sensoren nicht den Zucker des Blutes, sondern den des Unterhautfettgewebes. Dafür verbleiben die Sensoren sechs bis vierzehn Tage in der Haut am Oberarm, Bauch oder im Gesäßbereich und liefern täglich eine Vielzahl von Messwerten. Durch diese kontinuierliche Zuckermessung ist häufiges Piksen nicht mehr nötig. Jedoch: Im Blut ist der Zucker anders als im Gewebe, und erst nach 15 Minuten gleichen sich die Werte an. Bei stabilem Blutzucker spielt das keine Rolle. Wenn der Zucker gerade steigt oder fällt, muss man diesen Unterschied jedoch beachten.

Im Wesentlichen gibt es zwei Gerätetypen zur kontinuierlichen Blutzuckermessung: rtCGM- und FGM-Systeme. Die beiden unterscheiden sich darin, dass man beim FGM-System aktiv die Werte ablesen muss. Dazu genügt es, ein entsprechendes Lesegerät über den Sensor am Arm zu halten. Im Gegensatz dazu senden rtCGM-Geräte die Messwerte eigenständig auf das Empfangsgerät. Allerdings muss man in einem Punkt auch selbst aktiv werden: Ein- bis zweimal täglich erfordert das System eine Kalibrierung, für die eine normale Blutzuckermessung nötig ist.

Die neueste technische Entwicklung ist eine Art Autopilot, der den Blutzucker in einem bestimmten Zielbereich halten kann. Experten sprechen vom Hybrid-Closed-Loop-System. Was im gesunden Organ über komplizierte biochemische Prozesse vonstattengeht, übernehmen in diesem System hochmoderne Computer im Miniformat. Die Zulassung solcher Systeme in Deutschland könnte schon bald kommen.

Die Wahrheit über Zucker

Zucker gerät zunehmend in Kritik. Er steht in Verdacht, krank zu machen und eine Reihe von Volkskrankheiten mit zu verursachen. Immer mehr Länder belegen ihn mit hohen Steuern. Wie ungesund ist Zucker wirklich? Die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten hat in ihrer aktuellen Ausgabe nachgefragt.

„Den reinen Zucker, Haushaltszucker, brauchen wir nicht“, erklärt Diplom-Oecotrophologin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) klar. „Glucose kann der Körper auch aus stärkehaltigen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten oder Kartoffeln gewinnen.“ Dennoch nehmen Männer laut der der Nationalen Verzehrsstudie hierzulande im Schnitt 124 Gramm Zucker am Tag zu sich, Frauen 113 Gramm. „Damit liegt der Konsum etwa doppelt so hoch wie empfohlen“, sagt Restemeyer. Mehr als 50 Gramm Zucker am Tag sollten es für einen Erwachsenen nicht sein.

„Wir können beispielsweise keinen klaren Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Fettleibigkeit feststellen.“ betont Professor Dr. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin. Laut Studienlage lassen sich zuckergesüßte Lebensmittel auch nicht für Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck verantwortlich machen. Jedoch scheinen zuckergesüßte Getränke das Risiko für extremes Übergewicht und Diabetes Typ 2 zu erhöhen. Eine mögliche Erklärung: Wer viele Kalorien in Form von Säften oder Softdrinks zu sich nimmt, hat kurze Zeit später wieder Hunger. Wenn man feste Nahrung isst, hält die Sättigung länger an und man isst anschließend weniger.

Grundsätzlich hänge die Wirkung des Zuckerkonsums stark von der Gesamtkost und Energiebilanz ab, sagt Hauner. Es gilt demnach, nicht nur am Zucker zu sparen. Wer ausgewogen und nicht mehr isst als er verbraucht, liegt richtig. Außerdem empfiehlt Ernährungswissenschaftlerin Restemeyer: „Was das Trinken anbelangt, empfehlen wir ganz klar Wasser und ungesüßte Getränke. Essen Sie vor allem unverarbeitete Lebensmittel. In Fertigprodukten ist oft sehr viel Zucker enthalten. Gemüse, Obst und Vollkornprodukte bilden die Grundlage. Und Süßigkeiten am besten bewusst genießen und nicht nebenbei verzehren.“

Auf zur Diabetes-Schulung

Ärzte raten Menschen mit Diabetes in der Regel zu einer Schulung. Warum es sich lohnt, nochmal die Schulbank zu drücken, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengefasst.

Warum lohnt sich eine Schulung?
Eines liegt auf der Hand: „In einer Schulung bekommt man kompakt und verständlich das vermittelt, was man über den Diabetes wissen sollte«, betont Dr. Berthold Maier, Psychologe und Oberarzt am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. „Eine Schulung hilft, in Zukunft allein Therapieentscheidungen zu fällen – das wird hier trainiert. Denn nur etwa in vier der über 8 700 Stunden im Jahr kann hierbei der Arzt unterstützen.“ Auch ganz praktische Dinge zu Ernährung und Bewegung stehen auf dem Stundenplan.

Brauchen nur Einsteiger eine Schulung?
Nein. Für Neulinge ist eine Erstschulung zwar besonders wichtig, aber auch im Verlauf der Erkrankung kann eine Schulung hilfreich sein. „Das ist beispielsweise bei einem Therapiewechsel der Fall, etwa bei der Umstellung von Medikamenten auf Insulin“, so Maier. Außerdem bezahlen laut dem Experten mittlerweile viele Krankenkassen Auffrischungskurse. „Das hilft oft, sich wieder besser zu motivieren“, weiß Maier.

Wie erkennt man ein gutes Angebot?
„Ich empfehle Schulungen, die den Patienten ausreichend Zeit geben – auch zwischen den Kursstunden“, betont Maier. „Also lieber Programme, die einmal in der Woche stattfinden als kompakte Wochenendkurse.“ So könne das Gelernte ausprobiert und anschließend besprochen werden. Generell zeichnet eine gute Schulung aus, dass sie sich am Alltag der Kursteilnehmer orientiert und nicht nur ein festes Programm abspult. Laut Maier gehört es auch dazu, mit dem Patienten Ziele zu setzen, die gegen Ende kontrolliert und gegebenenfalls neu definiert werden.

Securpharm erkennt Fälschungen in Sekundenbruchteilen

Am 9. Februar 2019 geht Securpharm an den Start. Mit diesem neuen System erhält der Apotheker in kürzester Zeit bei der Abgabe eines Arzneimittels das Signal „ist abgabefähig“ oder eine Warnung, dass es sich um eine Fälschung handelt. Wie genau dieses System für mehr Verbrauchersicherheit sorgt, darüber berichtet die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Mit gefälschten Arzneimitteln verdienen Kriminelle weltweit jedes Jahr Milliarden – zum Schaden der Patienten, die auf ihre Medikamente angewiesen sind. Mit Hilfe des Systems Securpharm können Apotheker ab 9. Februar 2019 Fälschungen nun schneller und absolut zuverlässig erkennen.

Ab diesem Zeitpunkt hat jede Packung eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels, die ab diesem Stichtag in den Verkehr kommt, eine weltweit einzigartige Seriennummer. Diese ist in einem individuellen Code verschlüsselt, den der Hersteller vergibt und in eine Datenbank einträgt. Dieser sogenannte Data-Matrix-Code ist kein einfacher Strichcode. Er kann erheblich mehr Daten enthalten und sieht eher den seit Jahren aus Werbung und Zeitschriften bekannten, quadratischen QR-Codes ähnlich.

Bevor der Apotheker dem Patienten das verschriebene Präparat aushändigt, scannt der Apotheker den Code. Damit löst er eine Abfrage in einer europaweit vernetzten Datenbank aus, die sicherstellt, dass die vorliegende Packung legal im Handel ist. Fälschungen haben so keine Chance mehr. Mit der Abgabe deaktiviert das System die Seriennummer der Packung, was die Nummer unbrauchbar macht. Sie kann also kein zweites Mal vergeben werden.

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