Kopf-Illustration
 

Bleiben Sie gesund

Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

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Kopfschmerzmittel richtig einnehmen

Gegen Spannungskopfschmerzen lässt sich gut in Eigenregie vorgehen. Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten erklärt, was bei der Einnahme von Medikamenten eine wichtige Rolle spielt.

Wer auf seine Körperhaltung achtet, Ausdauersport treibt oder Autogenes Training erlernt, kann damit vielen Schmerzattacken vorbeugen. Denn alle diese Maßnahmen bieten Entspannung – und bieten folgenden Effekt: weniger Spannung, weniger Schmerz. Darüber hinaus trainieren Sport oder körperliches Training wie durch Yoga die Muskeln, sodass sie nicht mehr so leicht überlasten.

Im Akutfall kann eine kurze Entspannungsphase die Schmerzen lindern, zuverlässiger helfen dann jedoch Schmerzmittel. Nachgewiesenermaßen gut wirken bei Erwachsenen Einzeldosierungen von 1000 Milligramm Acetylsalicylsäure, 400 Milligramm Ibuprofen oder 1000 Milligramm Paracetamol. Auch eine feste Kombination aus 250 Milligramm ASS, 200 Milligramm Paracetamol und 60 Milligramm Koffein ist sinnvoll. Hiervon empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, zwei Tabletten auf einmal einzunehmen.

Generell lassen sich Schmerzen besser in den Griff bekommen, wenn man die komplette empfohlene Einzeldosierung auf einmal einnimmt. Schluckt man beispielsweise nur eine Tablette à 500 Milligramm ASS und Stunden später erst die zweite, hat man zwar insgesamt auch 1000 Milligramm eingenommen, der Effekt ist jedoch geringer. Wenn der Körper gleich die gesamte Dosis erhält, baut sich recht schnell ein ausreichend hoher Wirkstoffspiegel im Körper auf.

Ärzte warnen davor, Schmerzmittel öfter als an zehn Tagen im Monat einzunehmen. Dadurch könnten sich die Kopfschmerzen verstärken oder verselbstständigen. Fachleute sprechen dann von medikamenteninduziertem Kopfschmerz.

Diabetikerfüße richtig pflegen

Die Füße von Diabetikern sind oft schlecht durchblutet oder reagieren durch Nervenschäden weniger empfindsam. Damit sie möglichst lange gesund bleiben, empfiehlt sich eine sorgsame Pflege. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe die wichtigsten Utensilien für die Pediküre von Diabetikerfüßen zusammengestellt.

Badethermometer: Die Füße täglich für zwei bis drei Minuten mit lauwarmem Seifenwasser waschen. Wer die Temperatur nicht gut einschätzen kann, verwendet am besten ein Badethermometer. Eine verträgliche Temperatur liegt etwa bei 35 Grad Celsius.

Weiches Handtuch: Die Füße damit sanft und auch zwischen den Zehen gut abtrocknen.

Feile und Bimsstein: Die Nägel mindestens einmal pro Woche gerade feilen, keine spitzen Nagelscheren verwenden. Mit einem Bimsstein lässt sich überschüssige Hornhaut vorsichtig entfernen.

Creme: Spezielle Fußpflegeprodukte für Diabetiker aus der Apotheke, die zehn Prozent Harnstoff enthalten, halten die Haut geschmeidig und vermeiden Risse. Je trockener die Haut, desto häufiger die Füße eincremen. Einmal täglich mindestens.

Kleiner Handspiegel: Kontrollieren Sie damit die Füße täglich, um Verletzungen, Druckstellen oder Infektionen rechtzeitig zu erkennen. Bei Verletzungen empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

Apotheke und Digitalisierung

Alle Welt redet derzeit von Digitalisierung. Das macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht halt. Was bedeutet das etwa für die Apotheken? Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe bei Patrick Kwik, Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, nachgefragt.

Die Digitalisierung ist in Deutschlands Apotheken in vollem Gange. Und das schon seit geraumer Zeit. Die Apotheken nutzen die digitale Welt, um jegliche Vorteile für den Patienten herauszuholen. »Wir sind etwa mit dem Pharmagroßhandel vernetzt und können die Verfügbarkeit von Arzneimitteln klären. Über Datenbanken klären wir ab, ob es zwischen verschiedenen Medikamenten unerwünschte Wechsel-wirkungen gibt. Und ab Februar 2019 werden wir zusätzlich digital überprüfen, ob das Medikament des Patienten auch ein Echtheitszertifikat besitzt«, zählt Kwik einige Beispiele auf.

Auch das eigene Smartphone spielt bei der Kommunikation mit der Apotheke eine große Rolle. Kwik: »Die baden-württembergischen Apotheken setzen hierbei auf eine einheitliche App, die diese Kommunikation sicherstellt.« Die App ist hinsichtlich der Datensicherheit zertifiziert. Apotheken in anderen Bundesländern bieten einen ähnlichen Service.

»Mit unserer App lassen sich Arzneimittel vorbestellen. Bei verschreibungspflichtigen Präparaten fotografiert der Kunde sein Rezept und schickt es über die App an seine Apotheke. Der Kunde erfährt, wann er das Medikament in seiner Apotheke abholen kann, oder er bekommt es mit dem pharmazeutischen Botendienst im Einzelfall zugestellt.« Wenn der Patient eine »Hausapotheke« hat, dann verbindet sich das System damit. Doch auch wenn er sich in Stuttgart, Karlsruhe oder Freiburg befindet: Er wählt für jede Vorbestellung die Apotheker, die er möchte.

Impfen im Alter

Impfen ist im Säuglingsalter genauso wichtig wie im Erwachsenen- und Seniorenalter. Weil das Immunsystem im Alter weniger schlagkräftig ist, lohnen sich für ältere Personen Impfungen umso mehr. Das erklärt Dr. Anja Kwetkat, Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, in der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Oktober 2018.

Die verminderte Abwehrkraft des Immunsystems im Alter zeigt sich für den Betroffenen auf dreierlei Weise: „Erstens sprechen ältere Menschen nicht mehr ganz so gut auf Impfungen an wie junge Menschen. Zweitens bekommt der menschliche Organismus im Alter Infektionen nicht mehr so gut in den Griff. Und drittens haben ältere Menschen, anders als etwa Kinder, oft kein Fieber mehr bei einem Infekt. Was in jungen Jahren früh und heftig kommt, kommt bei ihnen spät oder gar nicht. Dies erschwert die Diagnose einer Infektion“, sensibilisiert Kwetkat. So könne es sein, dass eine Lungenentzündung aufgrund des fehlenden Fiebers nicht oder nur verzögert diagnostiziert wird.

Kwetkat empfiehlt allen Personen über 60 Jahren, sich gegen Grippe, Keuchhusten, Pneumokokken, Wundstarrkrampf und Diphtherie impfen zu lassen. „Hier sollten ältere Menschen darauf achten, dass die Auffrischimpfungen stattfinden, um den Schutz zu erhalten.“

Was die Impfung gegen Influenza betrifft, gibt es ab diesem Winter Neuerungen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren nun einen Vierfachimpfstoff, im Gegensatz zu den Jahren davor. Kwetkat rät Senioren zu einem eigens wirkverstärkten Impfstoff.

Herzinfarkt erkennen und richtig handeln

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen. Ihr Risiko ist statistisch so hoch wie bei jemanden, der bereits einen Infarkt hatte. Wie kommt es dazu und woran erkennen Diabetiker möglichst schnell einen Infarkt? Darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte am 1. Oktober 2018.

Professor Dr. Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums in Düsseldorf, erklärt: „Der anhaltend hohe Blutzucker sorgt für verkalkte Gefäße; eine Arteriosklerose entsteht. Zusätzlich drücken ein erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte auf die Nerven, die den Schmerzimpuls im Körper weiterleiten, und zerstören diese.“ Diese sogenannte autonome Neuropathie hat fatale Folgen: Weil die Nerven keine Warnsignale mehr geben, spüren Betroffene den Infarkt nicht – er verläuft „stumm“.

Professor Dr. Rolf-Michael Klein, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im Augusta-Krankenhaus Düsseldorf, weist auf unterschiedliche Fälle von Diabetikern mit Herzinfarkt hin: „Einerseits sind es Menschen in einem frühen Stadium der Erkrankung. Sie haben noch die klassischen Symptome, also länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können. Außerdem ein Engegefühl im Brustkorb sowie Atemnot. Bei diesen Patienten entdeckt man den Diabetes oft erst, wenn sie mit dem Infarkt in die Klinik eingeliefert werden. Sie wissen nichts davon, weil die Diabetes-Erkrankung nicht schmerzhaft ist. Der sogenannte stumme Infarkt dagegen betrifft Menschen, die schon viele Jahre Diabetes haben, sie verspüren aufgrund des mangelnden Schmerzempfindens durch die Neuropathie eher heftige Luftnot, starke Müdigkeit und ein plötzliches Nachlassen der Leistungsfähigkeit.“

Cannabis: Wogegen es hilft

Seite 2017 dürfen Ärzte schwerkranken Patienten Hanfpräparate zu therapeutischen Zwecken verordnen. Bei welchen Erkrankungen die Pflanze tatsächlich helfen kann und wann die Krankenkasse die Kosten übernimmt, darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Zurzeit wird Cannabis bei folgenden Anwendungsgebieten eingesetzt:

Multiple Sklerose (MS): Bei dieser fortschreitenden Nervenkrankheit gilt die Wirksamkeit als belegt, klinische Studien haben jedoch nur geringe Vorteile gezeigt. Und nur ein kleiner Teil der Patienten spricht überhaupt auf Cannabis an. Für Multiple Sklerose gibt es bereits seit 2011 ein Cannabis-Fertigpräparat mit einem standardisierten Cannabisextrakt, das als Spray in der Mundhöhle angewendet wird. Für MS-Patienten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse auch ohne vorherigen Antrag die Kosten.

Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie: Für Krebspatienten, die während einer Chemotherapie unter Übelkeit und Erbrechen leiden, gilt die Wirkung von Cannabis als belegt. Für diesen Zweck steht ein Fertigarzneimittel zur Verfügung, das Nabilon enthält. Dabei handelt es sich um synthetisch hergestelltes Tetrahydrocannabinol, den Hauptwirkstoff von Cannabis. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn alle anderen Therapien nicht anschlagen.

Epilepsie: Bei einer seltenen Form von Epilepsie, die vor allem Kinder betrifft (Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom), haben erste Studien nachweisen können, dass Cannabidiol die Anzahl der Anfälle drastisch senken kann. Cannabidiol ist ein Bestandteil der Hanfpflanze mit nur einer geringen psychoaktiven Wirkung. Aktuell läuft eine Studie, die die Wirksamkeit für eine Zulassung als Arzneimittel belegen soll.

Chronische und neuropathische Schmerzen: Zwar sind Schmerzen die häufigste Indikation, aufgrund derer Patienten Cannabis einnehmen, viele Studie zeigen jedoch nur eine mäßige Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Schmerztherapien.

Mit Diabetes erfolgreich im Beruf

Blutzucker messen, regelmäßige Mahlzeiten, auf die eigene Gesundheit achten: Das fällt im Berufsleben nicht immer leicht, umso mehr wenn Diabetiker in Schichtarbeit beschäftigt sind oder als Profisportler arbeiten. Welche Herausforderungen sich daraus ergeben und wie man damit umgehen kann, schildern vier Menschen aus ihrer Perspektive in der Neuen Apotheken Illustrierten Diabetes EXTRA. Hier zwei Auszüge der Interviews.

Enrico Kölling, 28 Jahre, Profiboxer im Halbschwergewicht:
„Ich wollte es einfach schaffen. Und der Diabetes hat mich motiviert, noch mehr auf meinen Körper zu achten. Vorher habe ich das nur bei den Kampfvorbereitungen intensiv getan. Nun achte ich rund um die Uhr darauf, was sich esse, was ich trinke, und das hilft mir sogar, meine Leistung zu steigern. In dieser Hinsicht war der Diabetes eigentlich ein Geschenk. Ich habe mir vorgenommen, das Beste daraus zu machen und die Karten zu spielen, die ich in der Hand habe.“

Alexander Distel, 49 Jahre, Busfahrer:
„Ich habe umgehend meinen Arbeitgeber informiert. Denn um einen Linienbus zu fahren, muss ich meine Fahrtauglichkeit nachweisen. Der hat glücklicherweise sehr positiv reagiert und mir gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen sollte. Es ging auch alles gut. Nun brauche ich alle fünf Jahre ein neues Gutachten, da mein Führerschein als Busfahrer in regelmäßigen Abständen verlängert werden muss.“

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